«Den Buchsbaumzünsler ausrotten geht nicht mehr»

Seit sieben Jahren treibt der Buchsbaumzünsler in der Schweiz sein Unwesen. Und er wird bleiben. Doch der Schaffhauser Stadtgärtner Konrad Bruderhofer hofft, dass Fledermäuse die Motte bald fressen. Bis dahin wird er mit Bazillen bekämpft.

Zwie Männer begutachten zwei kleine Buchsbäumchen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Roman Fendt (rechts) und Konrad Bruderhofer (links) begutachten zwei Buchsbäumchen. SRF

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Der Buchsbaumzünsler

Die schwarz-grüne Buchsbaumzünsler-Raupe.

srf

Der Buchsbaumzünsler ist ein Kleinschmetterling und stammt aus Ostasien. 2007 wurde er zum ersten Mal in der Schweiz entdeckt. Er frisst Blätter und Rinde des Buchsbaumes.

In zwei Schaffhauser Quartieren und entlang des Rheins sind die Bäume mit dem Buchsbaumzünsler befallen. Nun rückt der Schaffhauser Stadtgärtner Konrad Bruderhofer dem Schädling mit einem Bazillus auf den Leib.

«Wir benetzen damit ganz fein die Blätter, die Raupe frisst die Blätter, der Bacillus thuringiensis gerät in den Verdauungstrakt und tötet den Buchsbaumzünsler.» Damit würden andere Insekten verschont, die bei chemischen Mitteln auch betroffen wären.

Ungeniessbare Raupe

Und das ist wichtig. Denn der Buchsbaumzünsler ist gekommen, um zu bleiben. «Der Buchsbaumzünsler ist seit sieben Jahren in der Schweiz und er wird bleiben. Ausrotten geht nicht mehr», glaubt Bruderhofer. Die Raupen fressen giftige Blätter uns sind deshalb für viele Vögel ungeniessbar. «Wir hoffen aber, dass Eulen und Fledermäuse beginnen, die Motten zu fressen» sagt der Stadtgärtner.

Vom Einsatz von Pestiziden rät der Stadtgärtner ab. Damit töte man auch viele andere Insekten, die nützlich sind. Genau so wirkungsvoll sei es, wenn man den befallenen Buchs mit Wasser abspritzt oder die Raupen von Hand einsammelt.

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