Velostrassen und Grünflächen Der Kanton streicht Projekte im Richtplan der Stadt Zürich

Das Stadtparlament möchte mehr sozialen Wohnungsbau, mehr Veloverkehr und mehr Grünraum. Der Kanton legt nun sein Veto ein.

Eine Verkehrstafel für die Velostrasse Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Velostrassen in Zürich: Das Stadtparlament will sie, die Kantonsregierung lehnt sie ab. Keystone

Der Richtplan regelt in groben Zügen, wie sich Kanton und Gemeinden entwickeln. Das Zürcher Stadtparlament hatte im April dazu folgende Beschlüsse gefasst:

  • Mehr sozialer Wohnungsbau
  • Förderung des Veloverkehrs, zum Beispiel mit Velostrassen
  • Zusätzliche Grünflächen
  • Möglichst nicht mehr Autos in der Stadt

Der Richtplan ging an die Zürcher Kantonsregierung. Der Regierungsrat setzt ihn abschliessend fest und hat nun diverse Anliegen gestrichen. Er will weniger:

  • Velostrassen
  • Pocket-Parks (das ist eine kleine Gartenfläche)
  • Seilbahnen

Nichts einzuwenden hat der Zürcher Regierungsrat gegen das Jubiläums-Projekt der Zürcher Kantonalbank. Diese plant für 2020 eine Gondelbahn von der Landiwiese zum Zürichhorn.

Keine Beschwerde der Stadt

Gegen den Beschluss des Regierungsrats kann beim Verwaltungsgericht innert 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Der Zürcher Stadtrat werde das nicht tun, hiess es am Donnerstag beim Hochbau-Departement auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Seiner Ansicht nach liegt das Streichen gewisser Projekte im Ermessensspielraum des Regierungsrats.