Drei Bewerbungen für neues Literaturmuseum in Zürich

Zuerst wollte die Stadt Zürich das einzige Literaturmuseum der Schweiz, den Strauhof, ganz schliessen. Nach heftigen Protesten krebste sie zurück, um die Verantwortung an Private zu übertragen. Drei Dossiers liegen nun bereit. Ein Entscheid steht kurz bevor.

Aussenansicht des Zürcher Literaturmuseums Strauhof. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Literaturmuseum Strauhof soll ab September 2015 unter privater Trägerschaft weitermachen. Keystone

Die erste Bewerbung stammt vom Strauhof-Komitee, also von jener Gruppe, die an vorderster Front für den Erhalt des Literaturmuseums gekämpft hat. Urs Kummer hatte bereits angekündigt, dass sich das Komitee um den Betrieb des Strauhofs bemühen werde. Auf Anfrage wollte er sich aber noch nicht zum eingereichten Konzept äussern. Ausser, dass die Finanzierung noch nicht gesichert sei, bei geschätzten Kosten von 900'000 Franken pro Jahr.

Jury fällte bereits einen Vorentscheid

Eine unabhängige Jury erhielt Anfang November umfassenden Einblick in das Dossier des Strauhof -Komitees. Und prüfte daneben zwei weitere Bewerbungen, wie das «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» weiss. Auch die Zentralbibliothek und die Museumsgesellschaft, welche das Literaturhaus betreibt, möchten das Literaturmuseum betreiben. Aber auch deren Konzepte bleiben vorläufig unter Verschluss.

Die Jury hat inzwischen zuhanden des Zürcher Stadtrats eine Empfehlung abgegeben. Wer den Zuschlag für den künftigen Betrieb des Strauhofs erhält, soll in den kommenden zwei Wochen entschieden werden.

(simd; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)