Ein bürgerlich dominiertes Parlament für Wetzikon

Wetzikon wird zur 13. Parlamentsgemeinde des Kantons Zürich. Die SVP, FDP und SP erhalten am meisten Sitze. Das Stadtpräsidium steht noch nicht fest: Rudolf Rüfenacht (EVP) erhielt zwar am meisten Stimmen, verpasst aber das absolute Mehr.

Blick aus der Vogelperspektive auf Wetzikon, im Hintergrund der Pfäffikersee Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Wahlen vom 30. März machen Wetzikon definitiv zu einer «richtigen» Stadt mit eigenem Parlament. ZVG

Der 30. März 2014 ist ein historischer Tag für Wetzikon, eine Stadt mit rund 23'200 Einwohnerinnen und Einwohnern. Denn erstmals in seiner Geschichte erhält die Gemeinde ein eigenes Parlament mit 36 Mitgliedern. Dafür wird die Gemeindeversammlung abgeschafft. Um einen der neuen Parlamentssitze bewarben sich über 230 Kandidatinnen und Kandidaten auf 12 Listen.

Ein bürgerlich dominiertes Parlament für Wetzikon

Wetzikon wähle eher bürgerlich, so der Gemeindeschreiber Marcel Peter gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Das habe sich jetzt auch bei den Parlamentswahlen gezeigt. Die 36 Sitze des neuen Gemeindeparlaments von Wetzikon verteilen sich wie folgt:

  • SVP: 8 Sitze
  • SP, FDP: je 5 Sitze
  • Grüne: 4 Sitze
  • EVP, GLP: je 3 Sitze
  • CVP, EDU, Freie Liste Wetzikon (FLW): je 2 Sitze
  • Alternative Wetzikon (AW), BDP: je 1 Sitz

Das komplett neue Gemeindeparlament eröffnet seine Sitzung zum ersten Mal am 12. Mai.

Sesselrücken in der Exekutive

Der bisherige Gemeindepräsident Urs Fischer (FDP) räumte seinen Platz - und vier Kandidaten buhlten um den Präsidiumsposten. Rudolf Rüfenacht (EVP) holte zwar am meisten Stimme, verpasste aber das absolute Mehr. Nun gibt es einen zweiten Wahlgang.

Auch um die sieben Stadtratssitze gab es ein Gerangel, wobei sich zehn Kandidaten um die übrigen sechs Sitze bewarben. Die Bevölkerung von Wetzikon bestätigte nun drei Stadträte im Amt (Remo Vogel (CVP), Rudolf Rüfenacht (EVP), Hans Peter Bosshard (FDP)) und wählte drei neue Kandidatinnen und Kandidaten: Susanne Sieber (FDP), Marco Martino (SVP), Heinrich Vettiger (SVP).