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Ein Ende mit Schrecken Schaffhauser KBA Hard produziert in Zukunft keinen Strom mehr

Niemand wollte sie kaufen - die Schaffhauser Biogasanlage. Nun zieht der Kläranlagenverband einen Schlussstrich.

Legende: Audio Keine Biogasproduktion mehr bei der KBA Hard abspielen. Laufzeit 03:00 Minuten.
03:00 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 16.11.2018.

Es ist eine fast unendliche Geschichte. Eine Leidensgeschichte. Nun zieht die Verwaltungskommission des Kläranlageverbandes Schaffhausen, Neuhausen am Rheinfall, Feuerthalen und Flurlingen den Stecker. Ein Bericht über den Weiterbetrieb der Anlage hatte nämlich aufgezeigt, dass die Biogasanlage im Moment zwar ein positives Ergebnis aufzeigt. Der Bericht zeigte aber auch auf, dass ein Weiterbetrieb nur mit grossen Investitionen möglich wäre. Für Betrieb und Sicherheit müssten mehrere hunderttausend Franken aufgewendet werden, heisst es.

Es stank und stinkt noch immer

Im Sommer 2018 musste die Klärschlammtrocknungsanlage zeitweise ausser Betrieb genommen werden. Nun hätte es eine zusätzliche Abluftreinigungsanlage gebraucht, was mit neuen Investitionen verbunden gewesen wäre. Die Anlage soll deshalb auf den nächsten Sommer stillgelegt werden. Für die Gemeinden Schaffhausen, Neuhausen am Rheinfall, Feuerthalen und Flurlingen bedeutet dies ein Abschreiber von 1,4 Millionen Franken.

Wegen dem Gestank wird die Anlage bis zu ihrer Stilllegung Ende Juni 2019 an den Wochenenden über Nacht ausgeschaltet.

Bisher verloren die Verbandsgemeinden mit der KBA Hard 24 Millionen Franken.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Sebastian Demlgruber (SeDem)
    Wieso es Schaffhausen nicht möglich war, eine kombinierte Biogas-/Klärschlammtrocknungsanlage zu errichten, ist ein Rätsel. Andernorts funktionieren solche Anlagen seit Jahren tadellos - und das ohne Geruchsbelästigung.
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  • Kommentar von Jos Schmid (Jos Schmid)
    Bestimmt ein Mahnmal für alle Technokraten. Zuerst steht, da bin ich mit Ihnen einig, die Einstellung der Menschheit zur Energiewende, allerdings braucht es auch ein technologisches Lehrgeld. Wär schön gewesen, wenn man die Anlage in den Griff bekommen hätte...
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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Ein schönes Beispiel, wie mit Hochtechnologie Probleme der heutigen Gesellschaft gelöst werden sollen und auch können, aber viel zu teuer sind. Nachhaltig ist nur eines: weniger Verbraucher, qualitativ wie quantitativ!
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