Ein Fussballspiel gegen das Vergessen

Es soll einmalig sein und legendär: das Spiel zwischen GC und Xamax Neuenburg. Grasshopper-Fans organisieren das Spiel, um darauf aufmerksam zu machen, dass auf dem Hardturm endlich ein neues Fussballstadion gebaut werden soll.

Zuschauertribüne in einem Fussballstadion mit Spruchbändern Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Hardturm-Stadion war und ist Heimat für die GC-Fans. Keystone

Nach acht Jahren rollt wieder ein Fussball auf dem Areal des Zürcher Hardturms. Am 5. September organisieren Fans ein «Legendenspiel». Eine Bewilligung für diese Veranstaltung sei beantragt und «auf gutem Weg», bestätigt die Stadtpolizei Zürich eine Anfrage des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen».

Wird der Anlass tatsächlich bewilligt, treten an diesem Samstagabend ehemalige GC-Grössen wie der langjährige Captain Mats Gren gegen eine Mannschaft von Xamax Neuenburg an. Gespielt würde auf einem Kunstrasen, den die Organisatoren auf der Hardturm-Brache verlegen.

Mit Xamax kommt die Mannschaft, die als letzte zu Gast war im Hardturm. Bei der Dernière des Stadions am 1. September 2007 verloren die Grasshoppers ihre letzte Partie gegen die Neuenburger mit 1:2.

Gute Idee - schlechter Zeitpunkt

Mit diesem Legendenspiel wollen die GC-Fans ein Zeichen setzen und dem Projekt eines Fussballstadions auf dem Hardturm neuen Schwung verleihen. Seit dem Nein an der Urne vor zwei Jahren streiten die politischen Akteure, wie es auf dem Areal weitergehen soll. Zuletzt hat die Stadt Zürich einen neuen Investoren-Wettbewerb lanciert.

Der Anlass soll auch dazu dienen, die Politikerinnen und Politiker aufzurütteln. Diese reagieren allerdings zurückhaltend. FDP-Gemeinderat und Fussballfan Urs Egger: «Ich verstehe die Ungeduld der Fans. Zurzeit ist es um die Stadionplanung ruhig geworden. Aber momentan kann die Politik gar nicht viel machen.»

Der Ball liege nicht beim Stadtrat oder dem Gemeinderat. Man müsse jetzt zunächst die Resultate der Ausschreibung abwarten.