Ein Haus, das nie fertig wird

In Dübendorf wird an der Zukunft gebaut: Im «NEST», einer Forschungsplattform der Forschungsanstalten Empa und Eawag, wird an neuen Wohnformen getüftelt, mit Energie und Wasser geforscht - und gewohnt. Die Bewohner sind gleichzeitig auch Testpersonen.

«NEST» das modulare Experimentalgebäude, funktioniere wie eine «Parkgarage für Gebäudeteile», sagte Empa-Direktor Gian-Luca Bona am Montag anlässlich der Eröffnung vor rund 250 Gästen aus Forschung, Wirtschaft und Politik.

Ähnlich Lego-Bausteinen werden die Forschungs- und Innovationsmodule in einem zentralen Gebäudekern mit drei offenen Plattformen reingeschoben, umgebaut und wieder herausgenommen. «Entsprechend weihen wir heute ein Gebäude ein, das nie fertig sein wird.»

Konkret geht es darum, zukünftige Wohnungen, Büro- und Konferenzräume unter alltagsnahen Bedingungen zu erproben und weiterzuentwickeln. Zudem lassen sich Energieflüsse und Versorgungstechnik der Häuser von morgen erforschen. Das «NEST» wird von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa und dem Wasserforschungsinstitut Eawag geleitet. Zudem beteiligen sich die ETH Zürich, die ETH Lausanne (EPFL) und die Hochschule Luzern am Projekt. Finanziert wird es gemeinsam von Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Hand.

(sda/kerf; Regionaljournal Zürich Schaffhausen)