Zum Inhalt springen

Zürich Schaffhausen Ein neues Fussballstadion - aber nicht auf dem Hardturm

Vor einem Monat das Nein an der Urne zum neuen Fussballstadion auf dem Hardturm-Areal. Nun präsentieren GC und FCZ eine neue Idee: Auf dem Hardturm sollen Wohnungen entstehen, das Stadion könnte in Stettbach oder Altstetten gebaut werden. Stadt und Credit Suisse wollen die Idee prüfen.

Legende: Video Neues Fussballstadion für Zürich abspielen. Laufzeit 3:28 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 25.10.2013.

Die beiden Zürcher Fussballclubs GC und FCZ sind sich einig: Sie brauchen dringend ein neues Stadion. «Daran hat sich nichts geändert», sagt GC-Präsident André Dosé gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Die öffentliche Hand baue nicht, deshalb seien die Clubs gefordert. Ebenso klar sei aber auch, dass ein Stadion nicht auf dem Hardturm-Areal gebaut werden könne und dass es für Private nicht ohne Mantelnutzung finanzierbar sei.

Mantelnutzung und Stadion entflechten

Zusammen mit der Bau- und Immobilienfirma Halter AG soll jetzt ein Stadionprojekt realisiert werden, das privat finanziert werden kann: Das Konzept sehe vor, Stadion und Mantelnutzung zu trennen, sagt Markus Mettler, CEO der Halter AG.

Auf dem Hardturm-Areal sollen so 600 Wohnungen und zusätzlich Büroflächen entstehen. Das neue Stadion mit maximal 20'000 Sitzplätzen würde auf städtischem Land gebaut, beispielsweise in Stettbach oder auf einem Areal in Altstetten neben dem geplanten Eishockey-Stadion.

Die Mantelnutzung auf dem Hardturm-Areal würde somit das Stadion quer subventionieren. Die Halter AG investiert in die Planung des Projekts 15 Millionen Franken. Sie würde das Projekt bis zur Investorenreife entwickeln, Wohnungen und Stadion aber nicht selbst bauen. Die Stadt müsste dafür keinen Rappen bezahlen.

Es ist eine Win-Win-Win-Win-Situation
Autor: Markus MettlerCEO Halter AG

Noch viele offene Fragen

Um das Projekt zu realisieren, müssten jedoch sowohl die Stadt, als auch die CS ihr Einverständnis geben: Die Stadt müsste ein Grundstück zur Verfügung stellen. Die CS müsste damit einverstanden sein, dass auf dem Hardturm-Areal kein Sportstadion gebaut wird. Sie überliess das Grundstück nämlich seinerzeit der Stadt zu günstigen Konditionen mit der Auflage, dort ein Stadion zu bauen.

Selbstverständlich gebe es noch Hürden zu überwinden, sagt Ancillo Canepa, Präsident des FCZ: «Wir müssen die Stadt Zürich und die CS ins Boot holen.» Er ist jedoch zuversichtlich, dass dies klappen wird. Zur Zeit heisst es sowohl bei der Stadt als auch bei der Credit Suisse, man werde die Idee der beiden Fussballclubs prüfen.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von W. Pip, ZH
    na bitte, geht doch! Aber immer erst schön die Hand aufmachen gegenüber dem Steuerzahler... (der sich susehends nicht mehr in die Kappe sch***** lässt).
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von M.Schlatter, Schöftland
      Zuerst wurde das Private Projekt der CS durch die Anwohner torpediert. Erst im zweiten Anlauf wurde ein Projekt, das die Stadt finanzieren sollte, geplant. Bleiben Sie bitte sachlich. Die Stadtzürcher wollten weder ein Privat finanziertes, noch ein öffentlich finanziertes Station auf dem Hardturm-Areal haben, obwohl die Stadt Zürich im 2003 einem Stadion- Neubau in einer Abstimmung klar zustimmten. Aber dies war nur eine Absichtserklärung, und kein fertiges Bauprojekt. Hopp GC.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen