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Ein Patient wartet auf den Arzt.
Legende: Ist der Arzt nicht kompetent, haben Patienten oft das Nachsehen. Dies soll sich nun rasch ändern. Keystone
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Zürich Schaffhausen «Ein wichtiger Schritt für die Patientensicherheit»

Nach der Schliessung einer Schönheitsklinik am Zürcher Bellevue durch die Zürcher Gesundheitsdirektion fordert die Zürcher Patientenstelle einen besseren Schutz für Patientinnen und Patienten. Sie ist zuversichtlich, dass der Kanton in Zukunft rascher handelt.

Die Zürcher Gesundheitsdirektion hat im Fall eines 78-jährigen Chirurgen, der wegen verschiedener Pfusch-Ops in die Schlagzeilen geraten war, zu spät reagiert. Dies räumt auch der Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger selbst ein. Erst nachdem die Sendung «Kassensturz» von SRF 1 auf verschiedene, misslungene Operationen des Chirurgen aufmerksam machte, erhielt der Arzt ein vorläufiges Berufsverbot. Auch die Tagesklinik am Bellevue, an welcher er arbeitete, wurde vom Kanton geschlossen.

Rasches und unbürokratisches Handeln

Für Erika Ziltener, Leiterin der Zürcher Patientenstelle, ist klar, dass die Zürcher Gesundheitsdirektion in Zukunft rascher handeln muss und bereits auf eine Mängelrüge hin einen Augenschein bei Ärzten oder Kliniken vornimmt. Bis jetzt mussten die Patienten zuerst beweisen, dass der Arzt seine Sorgfaltspflicht verletzt hatte.

Audio
Interview mit Erika Ziltener, Leiterin Zürcher Patientenstelle
03:57 min
abspielen. Laufzeit 3 Minuten 57 Sekunden.

«Dazu ist keine Gesetzesänderung nötig» ist Erika Ziltener überzeugt. Die Forderung nach einer zentralen Anlaufstelle, die rasch und unbürokratisch handelt, sei schon lang auf dem Tisch. Sie ist sicher, dass der Kanton dieser Forderung nun Folge leistet. «Durch diese Geschichte ist der Druck gestiegen und wir lassen nun nicht locker.» Ausserdem habe der Kanton bereits seine Bereitschaft signalisiert.

Schutz auch für zukünftige Patienten

Betroffene Patientinnen und Patienten wären dadurch besser geschützt, sagt Ziltener weiter. Ihre Fälle würden schneller behandelt, sie kämen dadurch auch schneller zu ihrem Recht. Im Sinn einer besseren Qualitätssicherung wären auch potentielle weitere Patienten besser geschützt. Das Fazit deshalb von Erika Ziltener: «Es ist ein wichtiger Schritt für die Patientensicherheit.»

(kerf; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)

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3 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip , Züri
    "Rasches und unbürokratisches Handeln" in einer Zeit, wo man alles und jedes bis ins Detail reglementiert (aufdass man hharklein auch alles einklagen kann), ist unmöglich geworden. Welcome to the American Way Of Life...
  • Kommentar von Beat Gurzeler , Winterthur
    Was hat die Zürcher SPO-Patientenstelle dazu beigetragen, so gut wie nichts. Diese Stelle ist gut fürs Kassieren, aber wenn etwas anliegt gleich null. Habe so meine eigenen Erfahrungen gemacht.
  • Kommentar von Hermann Dettwiler , Langenthal
    Seit der Eid des Hippokrates nicht mehr geleistet wird, ist der Arzt immer noch im geschützten Biotop der Akademie, aber in der Wirkung ein normaler Handwerker, der für seinen Pfusch zur Rechenschaft gezogen werden muss. Da muss auch die Akademie der Rechtswissenschaft den Artenschutz lockern.