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Zürich Schaffhausen Einblicke in Christoph Blochers Wohnzimmer

«Hodler Anker Giacometti» - Das Museum Oskar Reinhart zeigt zum ersten Mal Werke aus der privaten Kunstsammlung von alt Bundesrat Christoph Blocher. Ein Einblick in über 30 Jahre Sammelleidenschaft.

Legende: Video «Fast etwas Bauchschmerzen vor Empfindung» abspielen. Laufzeit 1:56 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.10.2015.

Sie sind Christoph Blochers grosse Leidenschaft. Die Werke von Hodler, Anker und Giacometti. Diese sammelt er am liebsten. Hunderte von Werken, von der kleinen Kreidezeichnung bis zum riesigen Ölbild, hängen in den eigenen vier Wänden des alt Bundesrates.

Und zum ersten Mal sind 80 davon im Museum Oskar Reinhart in Winterthur zu sehen. Es ist nicht die grösste, aber qualitativ die beste und schönste Kollektion mit Schweizer Kunst um 1900, schwärmt das Museum Oskar Reinhart. Es verschaffe einen gültigen Überblick über die Entwicklung der Schweizer Malerei in dieser Zeit.

Höhere Sicherheitsmassnahmen

Es ist eine teure Ausstellung für das Museum. Die Tatsache, dass Christoph Blochers politisches Engagement umstritten ist, sorgt für besonders hohe Sicherheitskosten, wie Kurator Marc Fehlmann erklärt: «Wir haben jedes Bild verglast und das Sicherheitsdispositiv verstärkt. Dies aufgrund der Reaktionen im Vorfeld.»

Zuerst habe man sich überlegt, die Ausstellung anonym zu zeigen, davon sei man aber schnell wieder abgekommen. Zu viele Bilder seien mit dem Namen Blocher verknüpft. Christoph Blocher selbst zeigt sich den Ausstellungsmachern gegenüber dankbar: «Es braucht Mut, die Bilder einer exponierten Person, wie ich es bin, zu zeigen».

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Niklaus Bächler (parteilos!!)
    Blocher ist ein alter Medienfuchs! Seine Selbstinszenierung kommt zur richtigen Zeit! Ich verstehe einfach nicht, weshalb so viele diesem Blocher-Personenkalt verfallen sind. Er mag ein Kunstliebhaber sein, doch weshalb muss es eine solche Medieninszenierung sein? Ich denke, dieser Mann leidet u.a. an einem Aufmerksamkeitsdefizit. Normalerweise sind Kunstliebhaber diskrete Menschen, nicht so Blocher. der macht aus allem einen Zirkus! Und seine Huldiger freut's.
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  • Kommentar von Christian Müller (MarisStella)
    @Rolf Bolliger Die Auswanderung arbeitsloser Schweizer nach Amerika hat mit dem Thema Migration etwas zu tun. Es ist deshalb richtig, wenn das jetzt, da wir ein Migrationsproblem in umgekehrter Richtung haben, thematisiert wird. Dass aber Christoph Blocher, der geistige Vater der SVP, die sich im Wahlkampf ausschliesslich mit fremdenfeindlichen Slogans empfiehlt, ausgerechnet jetzt als grosser Kulturfreund vorgestellt wird, grenzt, mit Verlaub, an Zynismus.
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (robo)
      Was wollen Sie mir, Herr Müller, mit dem Vergleich der damaligen Auswanderung vieler Schweizer und den unschätzbaren Kunstwerken von Anker, Hodler und Giacometti unterstellen? Als einer, der unsere bewährten Werte (auch mit 75!) jeden Tag schätzt und glücklich ist, hier geboren zu sein, bin ich froh, dass solche Bilder von JEMANDEM bewahrt und sorgfältig behütet werden. Ob dies nun der ehemalige Unternehmer und Politschwergewicht Blocher oder Herr Levrat (SP-Boss) tut, ist für mich unrelevant!
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  • Kommentar von Paul Soltermann (ps)
    Ein Bild kann sogar an Ausstrahlung gewinnen, wenn es im krassen Widerspruch zu seiner Umgebung steht (Licht & Schatten). Der Wert der Bilder ueberblendet zudem den Wert des Besitzers.
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