Eine «Wasserhose» über dem Zürichsee

Ein spektakuläres Wetterphänomen gab es am Samstagmorgen über dem Zürichsee zu sehen: Ein Schlauch aus feinen Wassertröpfchen, eine sogenannte «Wasserhose». Sie sieht aus wie ein Tornado.

Ein nebelförmige Schlauch steigt vom Zürichsee in den Himmel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eine seltene Erscheinung: die «Wasserhose». Markus und Doris Fehr

«Das ist ein sehr seltenes Phänomen», erklärt Meteorolge Ivo Sonderegger von SRF Meteo. Die Meteorolgen sind sich denn auch nicht ganz einig, wie eine solche «Wasserhose» entsteht.

Warmer See - kalte Luft

Grundsätzlich gehe es darum, dass kalte oder kühle Luft über einen warmen See ströme, erklärt Ivo Sonderegger. Über dem See werde die kühle Luft erwärmt und beginne, aufzusteigen. Je nach Windverhältnissen könne sich die Luft dann auch um die eigene Achse drehen. Der Wind bläst dabei weniger stark als bei einem Tornado. Man dürfe eine «Wasserhose» aber nicht unterschätzen: «Sie kann durchaus ein Segelboot zum Kippen bringen», sagt der Meteorolge.