Elternmord Zollikon: 20 Jahre Freiheitsstrafe für Täter

Der Pflichtverteidiger hatte einen Freispruch verlangt, die Staatsanwältin von einer «grausamen Tat» gesprochen. Das Bezirksgericht entschied auf 20 Jahre Haft – schob diese aber zugunsten einer stationären Therapie auf.

Der heute 32-jährige Mann, der im Oktober 2014 in Zollikon ZH seine Eltern brutal erstochen hatte, ist am Freitag wegen mehrfachen Mordes verurteilt worden.

Das Bezirksgericht Meilen verhängte eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren. Diese wird zugunsten einer stationären Therapie aufgeschoben.

Der Mann hatte in seinem Elternhaus zuerst 17 Mal auf seinen Vater und dann 40 Mal auf seine Mutter eingestochen. Er verwendete verschiedene Messer und stach mit so viel Kraft zu, dass die Klingen abbrachen und in den Opfern stecken blieben.

Täter befindet sich in Psychiatrie

Der Pflichtverteidiger des Beschuldigten sprach im Juni vor dem Bezirksgericht Meilen von Notwehr und forderte einen Freispruch. Die Staatsanwältin hingegen sprach von einer «skrupellosen, grausamen und verwerflichen» Tat und forderte eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren wegen Mord und eine stationäre Behandlung für den an Schizophrenie leidenden Mann.

Der Mann befindet sich seit November 2015 im vorzeitigen Massnahmenvollzug in einer Klinik für forensische Psychiatrie.

Sendebezug: Regionaljournal Zürich, 12 Uhr