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«Der alte Zopf muss weg»
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 29.10.2019.
abspielen. Laufzeit 02:47 Minuten.
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Ende für Nachtzuschlag Ausgang wird fünf Franken billiger

Der Zürcher Regierungsrat will den Zuschlag für das Nachtnetz des Zürcher Verkehrsverbunds aufheben.

«Es ist Zeit, diesen alten Zopf abzuschneiden»: So erklärte die zuständige Regierungsrätin Carmen Walker Späh ihren Antrag, den Nachtzuschlag aufzuheben. Das Nachtnetz werde immer mehr zu einem «ganz normalen Bestandteil» des Zürcher öV-Netzes. Ein Zuschlag sei deshalb nicht mehr gerechtfertigt.

Ähnlich argumentierte Franz Kagerbauer. Der Direktor des Zürcher Verkehrsverbundes argumentiert, dass das Nachtnetz den speziellen Charakter von früher verloren habe. «Heute sind alle Gesellschafts- und Altersschichten mit dem Nachtnetz unterwegs.» Von daher sei es nicht mehr gerechtfertigt, dass das Nachtnetz speziell behandelt werde.

Heute sind alle Altersklassen mit dem Nachtnetz unterwegs.
Autor: Franz KagerbauerDirektor ZVV

Genau dies ist heute jedoch der Fall. Das Nachtnetz gilt als Spezialangebot und muss deshalb laut Gesetz kostendeckend betrieben werden. Das soll nun geändert werden. Dennoch rechnet Carmen Walker Späh nicht damit, dass der ZVV weniger verdiene. Schliesslich gäbe es auch mehr Passagiere und damit höhere Einnahmen.

Neu im Viertelstundentakt

Das Nachtnetz soll nicht nur billiger, sondern auch besser werden. «Dort, wo die Party abgeht» (Kagerbauer), soll das Nachtnetz in Zukunft im Viertelstundentakt statt im Halbstundentakt verkehren. Ausserdem soll der Hauptknotenpunkt vom Bellevue in Zürich zum Hauptbahnhof verlegt werden.

Der Verzicht auf den Nachtzuschlag muss noch vom Kantonsrat bewilligt werden. In ersten Reaktionen begrüssen alle Parteien den Schritt. Voraussichtlich soll die Neuerung per Dezember 2022 eingeführt werden.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Ein(e) Normalbürger(in) der (die) jeden Morgen zwischen 07..00 h und 08.00 h „auf der Matte steht“, fährt wohl kaum zwischen 01.00 und 05.00 Uhr durch die Nacht! Ausser einigen Schicht arbeitenden Angestelltn, sind die Nachtstunden zwischen Mitternacht und dem Wecker zum schlafen! Wer macht denn lieber „Party“ bis zum frühen Tagesanfang.....? Ja, genau die meine ich....! Fazit: Ein 24-Stunden-Oev ist also sicher kein normales Bedürfnis, ohne Zuschlag!
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  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Sagenhaft. Dann kann ich mir in Züri 2 Dezi Bier leisten. :-) - Im ernst, der Zuschlag hat wahrlich ausgedient. Ärgerte mich selbst schon über das Gehetze, wenn ich spät von Freunden nach Hause wollte. Man könnte natürlich einwenden, das würde die 24h-Egospassgesellschat befeuern, doch ganz ehrlich: das ist ein Mentalitätsproblem und hängt nicht an den 5 Franken eines ZVVNZ...
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  • Kommentar von Fabian Sefolosha  (Fabian Sefolosha)
    Und in Bern bezahlt ein GA-Besitzer weiterhin fast 20 Stutz, um nachts in einem unbequemen Bus ohne Toilette nach Thun zu kommen...
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    1. Antwort von Peter Stutz  (Peter Stutz)
      Im Nachtbus Bern-Thun hats zudem häufig kaum Platz, und man hat 53 Minuten Fahrzeit statt 18 Minuten. Dafür zahlt man 19 Franken zusätzlich. Willkommen im Kanton Bern!
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