Endlager spaltet Weinländer Bevölkerung

Wie steht die betroffene Bevölkerung zu einem Atom-Endlager vor der Haustüre? Eine Umfrage zeigt: Ablehnung und Skepsis überwiegen, die Fronten sind verhärtet. Gegner und Befürworter hören die jeweils anderen Argumente nicht mehr.

Plakat: "Willkommen im Atomland" Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Atom-Gegner wollen das Endlager verhindern. Die Argumente der Befürworter hören sie gar nicht mehr an. Keystone

Dass ein mögliches Atommüll-Endlager bei der Weinländer Bevölkerung keine Freudensprünge auslöst, ist bekannt. Dass sich Gegner und Befürworter aber nicht einmal mehr zuhören, das hat Thomas Flüeler so nicht erwartet: «Jeder ist in seiner Argumentationswelt und sagt, die Argumente der anderen gelten überhaupt nicht.» Der Co-Projektleiter der vom Kanton Zürich mitgetragenen Umfrage ortet also eine Polarisierung im Weinland.

Dieser tiefe Graben beunruhigt Thomas Flüeler. Da müsse man etwas unternehmen. Bereits jetzt würden nämlich 12 Prozent der Befragten angeben, es sei häufig besser, sich nicht zum Thema Endlager zu äussern.

Image leidet

Ein Drittel der befragten Bevölkerung sagt auch, dass sie weniger oder gar keine Lebensmittel aus der betroffenen Region mehr kaufen würde. Und als Ausflugsziel wäre das Weinland mit einem Atom-Endlager weniger attraktiv.