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Die SVP Winterthur verzichtet erneut auf eine Stadtrats-Kandidatur: Die Gründe
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 27.05.2020.
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Ersatzwahl Stadtrat Winterthur Die FDP muss den Angriff der Grünliberalen abwehren

Die Ersatzwahl für den Sitz der Winterthurer Sicherheits- und Umweltvorsteherin Barbara Günthard-Maier (FDP) ist auf den 23. August angesetzt. Dabei kommt es zum Duell GLP-Frau gegen FDP-Mann. Alle anderen Parteien haben darauf verzichtet, eine Kandidatin oder einen Kandidaten zu stellen.

SVP findet wegen Corona-Krise keinen Kandidaten

Nach den Grünen, der AL und der EVP hat als letzte auch die SVP entschieden, keinen eigenen Kandidaten für die Ersatzwahl aufzustellen. Co-Parteipräsidentin Maria Wegelin begründet den Verzicht der zweitgrössten Partei in der Stadt Winterthur mit der Corona-Krise: Man habe zwar mit potenziellen Stadtratskandidaten gesprochen, diese seien aber als KMU-Unternehmer aktuell sehr gefordert, weshalb ein Wahlkampf für sie nicht möglich sei.

Man strebe nun einen «bürgerlichen Schulterschluss» mit der FDP oder der GLP an. Beide Parteien hätten bisher die Sparpolitik der SVP im Parlament mitgetragen. Man werde deshalb sowohl den Kandidaten der FDP als auch die Kandidatin der GLP zu einem Hearing einladen. Die SVP Winterthur ist seit der Abwahl von Josef Lisibach im Jahr 2018 nicht mehr im Stadtrat vertreten.

Neuer Anlauf der GLP

Nach vielen vergeblichen Versuchen in den letzten Jahren soll es Katrin Cometta diesmal schaffen und für die GLP den ersten Sitz im Winterthurer Stadtrat erobern.

Die Mitgliederversammlung hat die 44-jährige Kantonsrätin und ehemalige GLP-Fraktions-Chefin im Winterthurer Stadtparlament nominiert. Katrin Cometta setzt sich unter anderem für Klimapolitik und Gleichstellung ein und glaubt, dass es diesmal klappen könnte: «Ich bin breit wählbar und habe viele positive Signale aus anderen Parteien bekommen. Die Ausgangslage ist gut!» Katrin Cometta hat sich in der internen Ausmarchung gegen die ehemalige Gemeinderätin Sylvia Gygax durchgesetzt.

Grüne unterstützen die GLP, die AL will nicht

Nach der Nominierung von Katrin Cometta hat die Grüne Partei bekannt gegeben, auf eine eigene Kandidatin zu verzichten. Stattdessen will die Parteileitung die GLP-Vertreterin unterstützen – zum ersten Mal überhaupt. Die Partei erwarte aber von der GLP-Kandidatin Zugeständnisse, sagt Co-Präsident Reto Diener: «Die GLP muss bereit sein, für Grüne Projekte auch Geld auszugeben, Steuergeld.» Die Basis muss die Empfehlung der Parteileitung noch absegnen.

Auch die SP-Parteileitung kann sich vorstellen, GLP-Kandidatin Cometta offizell im Wahlkampf zu portieren. Auch sie will den Entscheid aber von der Basis absegnen lassen. Keine Unterstützung erfahren die Grünliberalen von der Alternativen Liste. Eine eigene Kandidatin, einen eigenen Kandidaten stellt die AL indes auch nicht.

FDP mit Kronfavoriten

Die FDP hat ihren Wunschkandidaten noch am Tag des Rücktritts von Barbara Günthard-Maier vorgestellt. Der 39-jährige Wirtschaftsanwalt und Militärpilot Urs Hofer soll den zweiten FDP-Sitz im Winterthurer Stadtrat verteidigen.

Sein Nachteil: Er ist keine Frau. Eine Frauenkandidatur wäre für viele Parteien insofern wünschbar, als andernfalls nur noch eine Frau in der siebenköpfigen Stadtregierung vertreten wäre. So würden sowohl Grüne, als auch SP und CVP eine weibliche Kandidatur begrüssen und eher unterstützen, heisst es auf Anfrage. So hätte sich die CVP vorstellen können, einer Kandidatin der SVP den Vorzug gegenüber dem FDP-Kandidaten zu geben. Nun ist aber klar, dass die SVP nicht zur Ersatzwahl antritt.

SP und CVP verzichten

SP und CVP haben schon früh mitgeteilt, dass sie selber nicht ins Rennen um den frei werdenden Stadtratssitz steigen.

Bisher stehen also zwei Kandidaturen für den Sitz von Barbara Günthard-Maier im Winterthurer Stadtrat fest. Die Ersatzwahl findet am 23. August statt.

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