Es ist ein Modell und es sieht gut aus

Unter dem Motto «Welten bauen» zeigt das Zürcher Museum für Gestaltung Modelle aller Art: Von der Eisenbahn der Zukunft bis zum Luxusauto ist alles zu sehen - aber eben nur als Modell. Die Ausstellung lädt auch zum Selber-Basteln ein.

Holzmodell des Zugkopfs. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Modell für den Fahrzeugkopf des SBB-Hochgeschwindigkeitszugs Giruno für die Gotthard-Linie, 2013 von Stadler Rail. ZVG ZHdK

Modelle sind in gewissen Branchen fast unentbehrlich. Möbeldesigner können so die Wirkung ihrer Werke testen. Autos existieren zuerst genauso lediglich als Modell wie die modernsten Züge. Und so ist schon am Eingang des Museums für Gestaltung bereits ein erstes Eisenbahnmodell zu sehen. Es zeigt den SBB- Hochgeschwindigkeitszug Giruno, der ab 2019 durch den neuen Gotthardtunnel fahren soll.

Das Museum zeigt aber auch viele Fahrzeugmodelle, die extra für Sammler gebaut werden: Schiffe, Sportwagen, Flugzeuge. «Es gibt viele Sammler, die teils teures Geld für solche Modelle ausgeben», sagt Andres Janser, der die Ausstellung eingerichtet hat, «so haben sie etwas bei sich daheim, was sie im Original nie besitzen können.» In der Ausstellung sind auch Teile der Modelleisenbahn-Sammlung von Claude Nobs zu sehen, dem Gründer des Montreux Jazz Festivals.

Modelle stinken nicht

Weiter zeigt die Ausstellung auch digitale Modelle, wie sie heute zum Beispiel in der Wissenschaft gebraucht werden. So kann man zum Beispiel einen digitalen Titanwurz bestaunen, ohne dass einem dabei der Gestank der Pflanze in die Nase strömt.

Besucher, die von den ausgestellten Modellen inspiriert wurden, können gleich selber zu Modellbauern werden: Es stehen nämlich Legosteine und Kapla-Pinienholzplättchen bereit. So können sich die Besucher ihre eigenen «Welten bauen».