Zum Inhalt springen
Inhalt

Zürcher Stadtratswahlen 2018 «Es ist eine Herausforderung und nicht nur ein Vergnügen»

FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger will Zürcher Stadtpräsident werden. Er hat es schon vor vier Jahren versucht.

Legende: Audio Interview mit Filippo Leutenegger (10.7.2017) abspielen. Laufzeit 04:13 Minuten.
04:13 min

SRF: Herr Leutenegger, Sie wollen es nochmals versuchen und nach vier Jahren das Stadtpräsidium erneut angreifen – warum?

Filippo Leutenegger: Wir haben sehr viele strategischen Fragen für die Zukunft zu lösen. Zum Beispiel im Unternehmenssteuerbereich. Dass die Stadt mit dem Kanton streitet, ist bedauerlich und wird allen schaden. So wird Zürich in Bern immer nur verlieren. Ich war im Nationalrat und weiss, dass es so ist.

Sie sind der bekannteste Mann im bürgerlichen Fünferticket. Sind Sie eher Wahllokomotive oder wollen Sie tatsächlich Stadtpräsident werden?

Es ist eine ernsthafte Aufgabe, die ich sicher gerne übernehmen würde. Es ist auch eine Herausforderung, nicht nur ein Vergnügen. Klar bin ich der bekannteste und der einzige Bürgerliche, der in der Stadtregierung verbleibt. Von daher habe ich auch eine Verantwortung. Ich werde das Amt sicher mit Überzeugung ausführen.

Vor vier Jahren reichte es nicht für den Sprung ins Stadtpräsidium. Was hat sich denn seither geändert, dass es diesmal klappen sollte?

Ich hatte mir damals zum Ziel gesetzt, etwa 40 Prozent Wähleranteil zu gewinnen, was auch gelang. Ich bin noch zehn Prozent entfernt, und klar, das ist natürlich eine grosse Herausforderung. Wichtiger für mich ist aber die Strategie für die Zukunft. Vor allem bei der Zusammenarbeit mit dem Kanton gibt es einiges zu tun.

Corine Mauch sitzt als Zürcher Stadtpräsidentin fest im Sattel. Wie wollen Sie es schaffen, sie vom Thron zu stossen?

Ich war 25 Jahre lang Politjournalist. Es ist nie so, dass jemand sicher sein kann. Es kann stets wechseln, man weiss nie, wie es läuft. Ich nehme die Herausforderung sehr ernst, und es wird auch nicht einfach sein. Aber es geht mir nicht um Frau Mauch, sondern um die strategische Positionierung der Stadt Zürich. Und die sehe ich anders als sie.

Es geht mir nicht um Corine Mauch, sondern um die Positionierung der Stadt Zürich, die ich anders sehe.
Autor: Filippo LeuteneggerZürcher Stadtpräsidiums-Kandidat

Leutenegger habe die grössten Chancen

Die bürgerlichen Parteien haben sich am vergangenen Mittwochabend auf die Kandidatur von Filippo Leutenegger geeinigt. Leutenegger sei der Kandidat mit den besten Chancen, sagt Mauro Tuena, Präsident der Stadtzürcher SVP. «Filippo Leutenegger ist seit drei Jahren im Stadtrat und kennt das System gut von innen – die perfekte Wahl.»

Auf der linken Seite sieht man der Kandidatur von Filippo Leutenegger fürs Stadtpräsidium gelassen entgegen.«Er wird auch dieses Mal deutlich gegen Corine Mauch verlieren», ist Marco Denoth, Co-Präsident der SP Stadt Zürich, überzeugt. Corine Mauch habe viel Gutes geleistet und repräsentiere die Stadt Zürich sehr gut.

Corine Mauch hat sich bis jetzt erst schriftlich zur Kandidatur von Filippo Leutenegger geäussert. Sie freue sich auf den Wahlkampf als Mitglied des Stadtrats und als Stadtpräsidentin, unabhängig davon wer gegen sie antrete.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Eigentlich könnte F. L. mit 65 jetzt in Rente gehen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Urs Rösli (Ursus-Beatus)
    Mein 3. Versuch und ich bin erstaunt, dass dieser Kommentar unter die Zensur fällt. Herr Leutenegger erklärt, bei der Wahl ins Stadtpräsidium 2014 40% Wähleranteil gehabt zu haben und er habe damit sein Ziel erreicht. Richtig ist, dass Frau Mauch rund 52,1% Wähleranteil hatte und Herr Leutenegger 34,6%, was doch ein grosses Stück von 40% entfernt ist. Der restliche Anteil waren andere Namen sowie leere und ungültige Stimmen. Ich weiss nicht, warum das nicht veröffentlicht werden darf!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Oberholzer (peteroberholzer)
    Filippo Leutenegger habe ich in den 4 Jahren seiner Stadtratszeit als eher störend empfunden. Ständig hat er mit irrwitzigen Projekten ein riesiges Tamtam in den Medien gemacht, um später dann doch wieder nichts zu verändern. Im Moment hat es in der Stadt Zürich unausstehlich viele Baustellen, und Leutengger ist als Verkehrsvorsteher sicher nicht unverantwortlich dafür. Ich werde ihn nicht wählen, und wenn, dann nur, um das Verhältnis zwischen links und rechts im Stadtrat aufrechtzuerhalten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen