Fluglärm: Die Süddeutschen trauen der Schweiz nicht mehr

Seitdem der Flughafen Zürich seine Pläne für ein neues Anflugregime veröffentlicht hat, gehen in Süddeutschland die Wogen hoch. Ein Augenschein in Waldshut.

Zu hoch oder nicht? Ein Flugzeug im Anflug über der Kirche Hohentengen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Genügend hoch oder nicht? Ein Flugzeug im Anflug über der Kirche Hohentengen. Keystone

Seit Mitte Oktober liegen sie auf, die neuen An- und Abflugrouten des Zürcher Flughafens. Der Flughafen will damit die An- und Abflüge entflechten und dadurch das Unfallrisiko mindern.

Verhärtete Fronten

Dass es gegen diese Pläne Einsprachen hageln wird, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Diverse Fluglärmgegner im Kanton Zürich haben schon Widerstand angekündigt. Besonders gross ist der Groll aber in Süddeutschland, wie ein Besuch in Waldshut zeigt: «Mit diesen Plänen haben sich die Fronten definitiv verhärtet», sagt ein Journalist des «Südkuriers» gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Der grosse Ärger erstaunt insofern als die Flugzeuge gemäss neuem Regime in 3000 Metern Höhe über dem Süddeutschen Raum zur Landung ansetzen sollen und damit erst über Schweizer Boden erst richtig hörbar sind. Die Menschen auf der Strasse in Waldshut und die dortigen Fluglärmgegner befürchten aber, dass die Flugzeuge schon bald tiefer unterwegs sind. Sie trauen den Versprechungen der Schweiz nicht mehr.

(frip; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 12:03 Uhr)