Foto abgelehnt: Das Zürcher Blaue Kreuz spricht von Zensur

Mit einem Bild von Alkoholwerbung im Sport will das Blaue Kreuz Werbung machen dürfen für seine Initiative gegen Alkoholwerbung im Sport. Doch der Zürcher Regierungsrat will dieses Bild in der Abstimmungszeitung nicht abdrucken. Das Blaue Kreuz hat dafür kein Verständnis.

Zwei Eishockeyspieler kämpfen um den Puck. Bierwerbung ziert die Hose des einen und die Schienbeine des anderen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bierwerbung auf dem Eishockeydress: Diese Bild will die Zürcher Regierung nicht in der Abstimmungszeitung sehen. Keystone

Das Bild zeigt den Alltag auf den Eishockeyfeldern in der Schweiz: Zwei Spieler, die um den Puck kämpfen. Ihre Hosen und Schienbeine ziert Werbung für zwei bekannte Schweizer Biermarken. Dieses Bild sei selber Werbung und Werbung – auch unbeabsichtigte – sei in Abstimmungszeitungen nicht zulässig, begründet die Zürcher Regierung ihren Entscheid.

«Ein Widerspruch in sich»

Beim Blauen Kreuz hat man für diese Haltung kein Verständnis: «Das geht in Richtung Einschränkung der politischen Rechte», meint der Geschäftsführer Stephan Kunz im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen. Ein erklärendes Bild zum geforderten Werbeverbot für Alkohol im Sport beinhalte Werbung, das gehe gar nicht anders. Das Blaue Kreuz prüft deshalb, ob es den Entscheid der Zürcher Regierung ans Bundesgericht weiterziehen will.