Friedensförderung, die durch den Magen geht

Der Zürcher Verein «Cuisine sans frontières» bringt seit bald zehn Jahren auf der ganzen Welt die unterschiedlichsten Menschen an einen Tisch - das Koch-Projekt soll das Verständnis und den Frieden zwischen Konfliktparteien fördern. Seit Sommer wird auch im Zürcher Bundes-Asylzentrum Juch gekocht.

Entstanden ist «Cuisine sans frontières» 2005. Die Idee: Freiwillige reisen in die Favelas von Brasilien oder in ein Dorf in Kolumbien und bauen dort eine Gemeinschaftsküche auf. Gekocht wird mit den Dorfbewohnern, gegessen wird immer zusammen.

«Wir bringen die Leute am Tisch zusammen», sagt Vorstandsmitglied Eva Bräutigam, «so wird Essen zu einer friedensfördernden Sache.» Das Ziel sei, dass diese Gemeinschaftsküchen spätestens nach drei Jahren ganz von der lokalen Bevölkerung geführt werden.

Menschen füllen Essen in Schalen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Essenausgabe am Kochtag im Bundes-Asylzentrum Juch. ZVG

Stimmung ist friedlicher

Seit August kocht «Cuisine sans frontières» einmal im Monat auch im Bundes-Asylzentrum Juch in Zürich Altstetten. «Gemäss Rückmeldungen schaffen wir es mit diesem Kochtag wirklich, dass es im Zentrum weniger Konflikte gibt. An den Tagen, an denen wir dort sind, geht es dort friedlicher zu und her.»