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David Studerus (Jungfreisinnige) und Lewin Lempert (Juso) vor der Universität Zürich.
Legende: Was darf Bildung kosten? David Studerus (Jungfreisinnige) und Lewin Lempert (Juso) sind sich uneins. SRF
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Zürich Schaffhausen Gratis Bildung für alle! Geht das?

Die Jungsozialisten fordern mit ihrer Bildungsinitiative, dass alle Gebühren an öffentlichen Schulen abgeschafft werden. Nur so sei die Chancengleichheit garantiert. Zu teuer und unnötig, finden die Gegner.

Unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten müsse Bildung allen offenstehen, begründen die Initianten – vor allem Iinke Jungparteien und studentische Organisationen – ihre Initiative. Dass dies heute nicht der Fall sei, würden die unterschiedlichen Maturitätsquoten in den Gemeinden beweisen. So sei diese Quote in Schlieren zum Beispiel deutlich tiefer als an der Goldküste.

«Bildung muss allen gleichermassen offen stehen», sagt Lewin Lempert von den Jungsozialisten im Streitgespräch des «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Dies sei heute nicht der Fall. «Gerade Familien mit mehreren Kindern haben Mühe», sagt er. Neben Studiengebühren kämen Ausgaben für Schulexkursionen und Bücher hinzu.

Mehrkosten von 100 bis 150 Millionen Franken

David Studerus von den Jungfreisinnigen hält dagegen: «Heute kann sich jedermann ein Studium finanzieren.» Die Grundausbildung sei sowieso gratis. Für die höhere Ausbildung stünde ein sehr gutes Stipendienwesen zur Verfügung, welches gerade einkommensschwache Familien gezielt entlaste. «Mit Stipendien fördern wir die richtigen Leute», sagt Studerus.

Die Mehrkosten bei Annahme der Initiative werden auf 100 bis 150 Millionen Franken pro Jahr geschätzt. Kantons- und Regierungsrat lehnen die Initiative ab.

Parolenspiegel

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JA: SP, AL

NEIN: SVP, FDP, GLP, EVP, CVP, BDP, EDU

Stimmenthaltung: Grüne

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Joss  (Ernst Joss)
    Warum steht eigentlich immer wieder die Bildungsinitiative der JUSO? Diese ist viel breiter abgestützt. So waren z.B. Judith Stofer und ich von der AL oder Julia Gerber-Rüegg von der SP von allem Anfang an dabei, auch im Initiativkomitee und sammelten viele Unterschriften.
  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Je höher die Hürden, desto weniger ahnungslose Akademiker überfluten zum Schluss die Wirtschaft. Die in den Betrieben ausgebildeten Fachkräfte machen das schon.
    1. Antwort von Ernst Joss  (Ernst Joss)
      Und die fehlenden Akademiker nehmen wir aus dem Ausland wie wir dies zu oft bei den Ärzten tun? Hürden dürfen nicht finanziell sein!
  • Kommentar von Lucas Kunz  (L'art pur l'art)
    Kar geht das! Über viele zig Jahrzehnte gab's das in DE, bis die Schwarzen mit den Liberalen das gekippt hatten. Heute schlägt ein einigen Bundesländern wieder das Pendel zurück und die Studiengebühren werden wieder aufgehoben. Nach dem Krieg galt das als grosse Errungenschaft - musste früher gar für das Gymi geblecht werden, so dass es sich nur das Bürgertum leisten konnte. Mehrkosten von 100-150 Millionen - wenn man denkt, wofür sonst das Geld ausgegeben wird ...
    1. Antwort von Rolf Suter  (Rolf_Suter)
      Die grosse Mehrheit der Studenten kommen aus einer bildungsnahen Familie, also auch einer Familie mit hohem Einkommen. Diese würden dann profitieren. Für die einkommensschwachen Studenten gibt es Stipendien. Die Volksschule ist gratis und trotzdem gibt es Unterschiede im Weiterkommen. Das hängt nicht vom Geld ab, sondern von der Förderung zu Hause.