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Zürichs neue Tramflotte für fast 360 Millionen Franken
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 15.11.2019.
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Hallo «Flexity»! Das ist Zürichs neues Tram

Die Verkehrsbetriebe Zürich haben am Freitag das erste «Flexity»-Tram präsentiert – vier Jahre später als geplant.

Blumengeschmückt fuhr das erste «Flexity»-Tram offiziell in Zürich ein: mit Holzsitzen, LED-Leuchten an den Türen und im klassischen Züri-Blau. «Ein toller Moment», schwärmt VBZ-Direktor Guido Schoch. «Das Tram hat ein zeitloses Design und ist auf dem neusten technischen Stand.»

Im kommenden Sommer soll es regulär durch Zürichs Strassen fahren, voraussichtlich auf besonders ausgelasteten Linien. In Grossstädten wie Wien oder Toronto ist das Tram des Herstellers Bombardier bereits unterwegs – allerdings unter anderem ohne Holzsitze. Diese wurden von den Zürcher Passagieren aus Hygienegründen gewünscht.

Im Dezember starten die VBZ ihre Testfahrten. Dazu gehören Fahrversuche mit simulierter Vollbeladung oder im leerem Tram. Bremsen, Beleuchtung und Türen werden geprüft, Fahrten auf dem ganzen Netz durchgeführt.

Das «Flexity»-Tram hätte ursprünglich bereits vor vier Jahren ankommen sollen. Es kam allerdings nicht wegen des Herstellers Bombardier zur Verspätung, sondern unter anderem wegen Rechtstreitigkeiten um die Ausschreibung des Auftrags. «Es gab immer wieder Stimmen, die einen Abbruch des Projektes gefordert haben», sagt VBZ-Direktor Guido Schoch. Er sei jedoch hartnäckig geblieben und habe am «Flexity»-Tram festgehalten.

Verzögerung hat Auswirkungen

Die Verspätung des «Flexity»-Trams wirkt sich auf den Fahrplan aus. Bis Ende 2020 dünnen die VBZ ihr Angebot aus: Die Linie 15 etwa fährt von Montag bis Samstag nur noch im 15-Minuten-Takt. Die Linie 17 wird komplett eingestellt, andere Linien übernehmen ihre Haltestellen.

Da das «Flexity»-Tram länger ist als sein Vorgänger, das Cobra-Tram, kann es fast 60 Personen mehr transportieren. Die VBZ haben 70 Fahrzeuge bei Bombardier bestellt. Sie kosten insgesamt fast 360 Millionen Franken. VBZ-Direktor Guido Schoch hat jedoch bereits angekündigt, dass Zürich aufgrund des Bevölkerungswachstums weitere 70 «Flexity»-Trams bestellen möchte.

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Die VBZ Zürich stellt neues Tram-Modell «Flexity» vor
Aus Schweiz aktuell vom 15.11.2019.
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18 Kommentare

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  • Kommentar von Philippe Wegmann  (Philippe Wegmann)
    Wieso man sich an Holzsitzen versucht, nachdem diese im VZO kläglich gescheiter sind? Würde gerne mal einen Grund wissen. Oder spricht sich die vbz nicht mit anderen Verbünden IM ZVV ab?
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  • Kommentar von James Wright  (romantischer Rationalist)
    Die Holzsitze müsse in der Tat zuerst den Praxistest bestehen. Ausserdem frag ich mich, warum die LED-Anzeige mit Nummer und Endstation derart winzig gehalten wurde...
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  • Kommentar von Lothar Drack  (samSok)
    2. Anlauf (1. um 00:20) «Das Tram hat ein zeitloses Design», so der VBZ-Direktor zum Flexity und versucht damit wohl die jahrelange Verspätung in entschuldigende Worte zu verpacken... Notabene eine Verspätung aus juristischen, nicht aus bombardischen Gründen, denn diese Phase geht erst los - Kopf hoch!
    Zum damals neuen Cobra meinte irgendein Star-Designer, es sehe aus wie ein Staubsauger aus Taiwan. Flexity heute? Wie ein zeitloses Wartehäuschen? Oder eher wie eine ‚stretched‘ Seilbahn-Gondel?
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