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Knatsch um Touristen-Hinweis Hinweistafel erregt Gemüter

Eine Tourismustafel heisst die Autofahrer im Kanton Schwyz willkommen. Die Tafel steht jedoch auf Zürcher Boden. Zürcher Politiker sind aufgebracht.

Legende: Video Der Schilderstreit von Wädenswil abspielen. Laufzeit 02:30 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 09.11.2018.

SP-Kantonsrat Jonas Erni will Antworten. Beispielsweise wollen er und die Mitunterzeichner des Vorstosses – Hans-Peter Brunner (FDP) und Christina Zurfluh (SVP) – wissen, ob der Kanton Zürich darüber informiert wurde, dass eine Tourismustafel auf Zürcher Boden Touristen willkommen heisst – im Kanton Schwyz.

Ein Sicherheitsrisiko?

«Ich will wissen, unter welchen Umständen die Tafel an diesem Standort bewilligt wurde» erklärt Erni. Die Tafel steht an der Autobahn A3 beim zürcherischen Wädenswil. Von dort sind es noch über drei Kilometer bis zur Kantonsgrenze.

Ihm sei bewusst, dass es sich bei der Tafel nicht um ein weltbewegendes Thema handle. Doch sei die Anfrage durchaus ernst gemeint, sagt Erni: «Schliesslich geht es auch um den Sicherheitsaspekt: Wenn die Tafel von Autoscheinwerfern beleuchtet wird, verändert sie sich. Das kann gefährlich sein.»

Der Stadtrat von Wädenswil wurde Ende Februar 2018 über die Erneuerung der «touristischen Signalisation» vom Tiefbauamt Schwyz informiert. Der Kanton Schwyz reichte beim Bundesamt für Strassen (Astra) ein Gesuch ein, um die Signalisation entlang der Nationalstrassen zu erneuern.

Dieses Gesuch wurde geprüft und schliesslich bewilligt, erklärt Jérôme Jacky, Mediensprecher beim Astra: «Wir sind verantwortlich für die Signalisation entlang des Nationalstrassennetzes und kamen zum Schluss, dass die touristische Signalisation für den Kanton Schwyz die Anforderungen des Astra erfüllt.»

Klare Vorgaben

Die Vorgaben für solche touristische Tafeln sind klar: «Ein Drittel muss braun eingefärbt sein, zudem gibt es klare Vorgaben bezüglich Gestaltung und Grösse der Schrift» erklärt Jacky.

Somit unterscheide sich diese Tafel klar von offiziellen Verkehrstafeln oder Grenztafeln und sei nicht irreführend. Und gefährlich sei die Tafel auch nicht: «Wir haben den Standort der Willkommenstafel mit den Kantonspolizeien Zürich und Schwyz direkt vor Ort besprochen».

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (jolanda)
    Halt nochmals: Wenn wir keine grösseren Sorgen in unserer Gesellschaft hätten, wären wir ja im "Paradies"! Die gleichen Leute, die unser Land am liebsten morgen schon an die EU verschachern möchten (nein sagen am 25,), stossen sich an einem Plakat, das auf den nächstens folgenden Kanton hinweist! Weil die Hinweis-Tafel zu weit vor der eigentlichen Kantonsgrenze "Schwyz" aufgestellt wurde, gibt das nun eine fettgedruckte Politgeschichte! Die Schweiz, die europäische Lachnummer (in allen Dingen!).
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    1. Antwort von Edi Steinlin (Chäsli)
      Übrigens Herr Bolliger, wir leben im Paradies, Sie brauchen nicht weit zu fahren, sehen Sie Elend, kann man kein Wasser vom Hahn trinken, hat es Arbeitslose noch und noch, von einer Altersvorsorge wollen wir gar nicht reden, schauen Sie nur nach Deutschland und Öesterreich und dort geht es noch am besten.
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  • Kommentar von Henri Jendly (Henri Jendly)
    Meines Wissens kann nach dem Schild bis Richterswil nicht mehr von der A3 abgefahren werden. Ergo ist das nächste Ziel der Kanton Schwyz. Wäre also von daher kein Problem. Diese SCHILDbürgerei ist ja definitiv eine Lachnummer! Was ist jetzt genau das Problem? Verletzter Stolz? Zuwenig Arbeit? Oder einfach nur Blödheit? Jedenfalls ist es doch tröstlich, dass bei solchen Dummheiten die links-rechts-Ideologen im selben Boot resp. auf demselben Schild sitzen. Jämmerlich, peinlich!
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  • Kommentar von Hans Hegetschweiler (hansicomment)
    Eigentlich erregt diese Tafel genau das Gemüt eines einzigen Parlamentariers und daneben noch dasjenige eines Journalisten, der gerne ein paar Kommentare provoziert. "Die Gemüter" ist stark übertrieben.
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