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Kooperation mit SH Power? Das Schaffhauser EKS legt Projekt mit Thurgauern auf Eis

Legende: Audio Der Kanton klopft nun wieder bei der Stadt an abspielen. Laufzeit 02:58 Minuten.
02:58 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 26.09.2018.

Man sei an einem Punkt, wo man Nägel mit Köpfen machen könnte, sagt der Schaffhauser Regierungsrat Martin Kessler. Die Verhandlungen des EKS mit dem Elektrizitätswerk des Kantons Thurgau über eine gemeinsame Netzbetriebsgesellschaft seien weit fortgeschritten. «Doch die politische Akzeptanz für dieses Projekt ist in Schaffhausen aktuell nicht gegeben», sagt Kessler, der den Verwaltungsrat des Elektrizitätswerks des Kantons Schaffhausen (EKS) präsidiert.

Die Stadt zeigt sich offen für eine Zusammenarbeit

Der Verwaltungsrat will stattdessen nochmals das Gespräch mit SH Power, den Werken der Stadt Schaffhausen, aufnehmen. Kantonspolitiker forderten dies immer wieder. Auch im Stadtparlament ist aktuell ein Vorstoss in diese Richtung hängig. Die Stadt stieg allerdings letztes Jahr aus Kooperationsgesprächen mit dem Kanton aus.

«Wir waren mit dem vorgeschlagenen Modell mit einer Vollintegration von Strom, Gas und Wasser nicht einverstanden», präzisiert Stadtpräsident Peter Neukomm. «Wir hätten unsere ganzen Werke in eine Aktiengesellschaft umwandeln müssen. Das kam für uns nicht in Betracht», so Neukomm gegenüber dem Regionaljournal Zürich Schaffhausen. Grundsätzlich sei die Stadt aber offen für Gespräche. Beim Stromnetz mache eine Zusammenarbeit auch durchaus Sinn. «Aber nur mit dem EKS und nicht mit anderen auswärtigen Kantonswerken.»

Neuer Vorstoss war schon in der Pipeline

Positiv reagiert SVP-Kantonsrat Markus Müller, den das Thema schon länger beschäftigt. «Endlich macht das EKS, was die Politik will.» Er habe schon einen weiteren politischen Vorstoss vorbereitet, um die Kooperation mit dem Kanton Thurgau zu verhindern. Den könne er sich nun vorerst sparen.

Keinen Einfluss hat die Sistierung auf das EKS-Aktienpaket, das die Schaffhauser Regierung bereits in den Thurgau verkauft hat - gegen den Willen des Kantonsrates. Der Kanton Thurgau bleibt mit 15 Prozent am EKS beteiligt.

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