Krawall-Schäden: Kleinunternehmer sollen nicht bluten

Rund eine Million Franken: So hoch ist der Schaden der schweren Ausschreitungen vom letzten Freitagabend in Zürich. Betroffen sind vor allem kleine Läden und Cafés an der Europaallee. Die SBB, als eine der grossen Vermieterinnen, will nun den Kleinunternehmern zur Seite stehen.

Pantelis Stavropoulos vor seinem kleinen Coffeeshop an der Europaallee Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bis die Schaufensterscheibe im Café von Pantelis Stavropoulos ersetzt ist, könnte es länger dauern. SRF

An der Europaallee bietet sich nach dem Saubannerzug am letzten Freitagabend ein Bild der Zerstörung. «Es ist ein Riesenschlachtfeld», sagt ein Ladenbesitzer. Vor allem die Schaufenster wurden von den Krawallanten komplett zerstört.

Wer soll das bezahlen?

Viele der Kleinunternehmer sind auf sich allein gestellt, haben keine grosse Kette im Hintergrund. Für sie stellt sich deshalb die drängende Frage, wer für die Schäden aufkommen muss. Für die SBB, die viele der kleinen Geschäfte vermietet hat, ist klar: «Das Ziel der SBB ist es, dass nicht die innovativen Kleinunternehmer dafür bluten müssen, was die Vandalen angerichtet haben», verspricht Sprecher Reto Schärli.

Die Mieter hätten Versicherungen, die SBB habe Versicherungen, es werde nun in jedem Fall geschaut, wer was bezahle.

Die Schäden sollen so schnell wie möglich behoben werden, da sind sich die Ladenbesitzer und die SBB einig. Weil es sich bei den Schaufensterscheiben zum Teil aber um Massanfertigungen handelt, kann es länger dauern, bis diese ersetzt sind.