Zum Inhalt springen
Inhalt

Zürich Schaffhausen Kulturland-Initiative: «Es wird sich nichts ändern»

Das Zürcher Kantonsparlament muss bei der Kulturland-Initiative über die Bücher. Das urteilte das Bundesgericht. Es stösst damit aber auf taube Ohren. Der bürgerlich dominierte Kantonsrat wird zwar eine Umsetzungsvorlage ausarbeiten. Diese dürfte die Wünsche der Grünen aber kaum berücksichtigen.

Ackerland im Kanton Zürich
Legende: Trotz Bundesgerichts-Urteil: Ob wertvolles Ackerland im Kanton Zürich besser geschützt wird, scheint fraglich. Keystone

Für die Präsidentin der Zürcher Grünen, Marionna Schlatter, ist klar: «Nun muss der Zürcher Kantonsrat noch einmal über die Bücher». Er soll ihre Kulturlandinitiative so umsetzen, wie sie diese gemeint haben. Konkret soll zum Beispiel bei einer Einzonung eines wertvollen Stücks Ackerland ein anderes im selben Umfang ausgezont werden.

Bei der grössten Partei im Kantonsrat, der SVP, hält man nichts von solchen Wünschen. Jürg Trachsel, Fraktionspräsident der SVP ist sicher, dass sich bei einer Vorlage des Kantonsrats zur Kulturland-Initiative gegenüber dem Richtplan nicht viel ändern wird. «Die Kräfteverhältnisse haben sich nach den Wahlen vom 12. April zuungunsten der Grünliberalen und Grünen verschoben.»

SVP: «Der Volkswille ist umgesetzt»

Die Bürgerlichen haben also das Sagen und werden das laut Trachsel auch ausnutzen. Dass dabei der Volkswille missachtet werden könnte, glaubt er nicht: «Wir haben im Sinn des Volks entschieden.»

Grüne: «Wir bleiben dran»

Für die Grünen geht der Kampf um die Durchsetzung ihrer Kulturlandinitiative also weiter. Marionna Schlatter weiss, es wird nicht einfach: «Wir müssen dranbleiben und den Finger draufhalten, damit eine bissige Umsetzung kommt.»

(kerf; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 6:32 Uhr)

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Hier ärgert die Haltung der SVP sehr! Ein Widerspruch gegenüber der Mei! Man reduziere die Einwanderung, somit muss auch kein Kulturland für weitere Überbauungen mehr eingezont werden. Aber die Kulturinitiative dürfte für mich persönlich noch weiter gehen. Es sollte generell keine Einzonung von Ackerland/Streuobstwiesen mehr geben. Damit würde sich auch ein Ersatz erübrigen. Stopp dem Bau-Wahnsinn! Für die Natur, für die Artenvielfalt, welche immer mehr reduziert wird & für unsere Nachkommen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von W. Pip, Zürich
      Ärgert mich auch. Für mich bestätigt das die monetäre Korruptheit der Politik jeglicher Couleur. Leute, die glauben, Demokratie sei selbst von Verlierern komplett beliebig auslegbar. Umso wichtiger sind Sachabstimmungen statt Wahlen, und umso durchsichtiger sind sämtliche Ansinnen, demokratische Hürden zu erhöhen...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen