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Kurse für Gymiprüfung Stadt Zürich soll gleiche Chancen für alle schaffen

Der Zürcher Gemeinderat unterstützt einen SP-Vorstoss, der städtische Vorbereitungskurse für das Gymnasium fordert.

Legende: Audio Aufnahmeprüfung ins Gymnasium: gleiche Chancen für alle? abspielen. Laufzeit 02:04 Minuten.
02:04 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 13.03.2019.

Immer mehr Primarschülerinnen und Primarschüler besuchen private Kurse, um sich auf die Gymiprüfung vorzubereiten. Bis zu 3000 Franken müssen die Eltern dafür bezahlen – aber nicht alle haben das Geld. Die Stadt müsse deshalb Gerechtigkeit schaffen und selber gleichwertige Kurse anbieten, forderte die SP mit einem Vorstoss im Zürcher Gemeinderat.

Es ist stossend, wenn der Eintritt ins Gymnasium von der Dicke des Portemonnaies abhängt.
Autor: Patrick MaillardGemeinderat AL

Unterstützung erhielt die SP von alle Parteien ausser der SVP. Die Volksschule biete bereits solche Kurse an, argumentierte die Volkspartei. Der Sturm aufs Gymnasium sei heute schon viel zu gross, die Stadt solle ihn nicht noch mit Hilfsangeboten verstärken. Auch die FDP war der Meinung, man solle das duale Bildungssystem als Ganzes fördern – also nicht nur Gymnasium und Studium, sondern auch Sekundarschule und Berufslehre. Dennoch war die FDP bereit, das Postulat zu unterstützen.

Wir sollten den übertriebenen Sturm aufs Gymnasium nicht noch staatlich proaktiv fördern.
Autor: Stefan UrechGemeinderat SVP

Dass man nicht allein das Gymi pushen, sondern Kindern und Eltern auch andere Bildungswege schmackhaft machen müsse, fanden auch viele andere Befürworter der Gymivorbereitungskurse. So der Zürcher Schulvorsteher Filippo Leutenegger: «Viele Schüler, die ins Gymi gehen, wissen gar nicht, dass es noch andere Berufe gibt. Das ist eine fatale Entwicklung.»

Wir müssen Schüler frühzeitig mit den möglichen Berufen und Berufslehren bekannt machen.
Autor: Filippo LeuteneggerSchulvorsteher Stadt Zürich

Dennoch war der Stadtrat bereit, das Postulat entgegenzunehmen und die Möglichkeit professioneller städtischer Gratiskurse zu prüfen. Der Gemeinderat stimmte dem Vorstoss mit 101 Ja- zu 16 Nein-Stimmen zu.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Luca Schmid (luca_smid)
    Als Sozialdemokrat befürworte ich eine Chancengleichheit absolut, aber hier bin ich mit dem Vorschlag nicht einverstanden. Durch gymnasiale Vorbereitungskurse werden falsche Anreize geschaffen. Die Schule sollte dafür da sein, dass alle gut ausgebildet werden, egal ob für eine Lehre oder fürs Gymnasium. Es ist bedeutsam das Duale-System zu fördern, um auch Kinder aus besser situierten Familien für diesen Bildungsweg zu begeistern. Denn genau dieses ist die Stärke des Schweizer-Bildungssystems.
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  • Kommentar von Max Wyss (Pdfguru)
    Gedankenspiel: Wie wäre es, die Gymi-Prüfungen derart auszulegen, dass die Vorbereitung mittels teurer Kurse nicht viel bringt, die Prüfung aber trotzdem selektiv genug ist?
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  • Kommentar von Pirmin Koch (Preemz)
    Es ist doch die Aufgabe einer Schule, eine Person für die nächste Schule auszubilden. Prüfungsvorbereitungskurse sollten allgemein überflüssig sein.
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