Zum Inhalt springen

Header

Audio
PS-Protzer müssen im Kanton Zürich keine Lärmblitzer fürchten
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 13.01.2020.
abspielen. Laufzeit 00:41 Minuten.
Inhalt

Laute Autos in Wohnquartieren Zürcher Kantonsparlament erteilt «Lärmblitzern» eine Abfuhr

Die Lautstärke von Autos wird künftig nicht mit speziellen Blitzern gemessen. Der Zürcher Kantonsrat sagt Nein zur Idee.

Beschleunigen und den Motor aufheulen lassen: Lästiger Alltag für viele Quartierbewohnerinnen und -bewohner. Im Kampf gegen solche PS-Protzer will das Zürcher Kantonsparlament nicht auf «Lärmblitzer» setzen. Und es werden auch keine Rayonverbote für Fahrer lauter Sportwagen verhängt. Ein Vorstoss der Grünen mit diesen Forderungen wurde im Rat knapp abgelehnt.

Ein Radargerät misst die Geschwindigkeit von Fahrzeugen.
Legende: Blechpolizisten dürfen auch künftig nicht den Lärm von Autos messen. Keystone

Lärmgeplagte Anwohner könnten wegen eines lauten Autos nicht einfach die Polizei alarmieren, begründeten die Grünen ihr Postulat. Beim Eintreffen der Polizei sei das Auto schliesslich schon lange weg. Deshalb brauche es neue Massnahmen, um die Bevölkerung vor Auto-Posern zu schützen. SP, EVP und Grüne teilten die Meinung, dass der Kanton seinen Spielraum nutzen müssen, auch wenn das Strassenverkehrsgesetz Sache des Bundes sei.

Die Polizei tut genug, Velofahrer stören mehr

Die bürgerlichen Parteien und die AL sprachen sich jedoch gegen «Lärmblitzer» und Rayonverbote aus. Die AL anerkannte zwar das Lärmproblem, wollte der Polizei aber keine weiteren Kompetenzen zugestehen. Die Polizei könne schon heute gegen laute Autos vorgehen.

Diese Meinung teilte für einmal die SVP. «Halbaffen» mit Pop-Off-Ventilen würden schon heute aus dem Verkehr gezogen, sagte Kantonsrat René Isler, selber seit 36 Jahren bei der Polizei. Das Postulat impliziere, dass die Polizei nichts tue, was nicht stimme. Und die FDP war der Meinung, dass Velofahrer, die sich nicht an die Regeln halten, viel mehr störten als ein paar laute Autos.

Halbaffen mit Pop-Off-Ventilen werden schon heute aus dem Verkehr gezogen.
Autor: René IslerKantonsrat SVP

Auch Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) sprach sich im Kantonsrat gegen den Vorstoss aus. Die Kantonspolizei ziehe überlaute Autos bereits heute aus dem Verkehr. 129 Autos seien es im letzten Jahr gewesen, sagte Fehr. Im Jahr zuvor habe es 150 Verzeigungen gegeben.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Peter Zuber  (Hä nuuh)
    Die Tatsache das Klappenauspuffe mit regulierbarer Lautstärke scheinbar legal sind, gehört umgehend geändert.
    Solche Fahrzeuge gehören sofort aus dem Verkehr gezogen und dem Fahrer der Ausweis entzogen. Gewisse Hersteller preisen diesen Blödsinn noch als "Soundmanagement" an. Wird hier nur nichts unternommen weil diese Fahrzeuge eher aus dem höheren Preissegment stammen? Unglaublich. Den Herstellern die Typengenehmigung entziehen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen