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Linkes Bündnis zersplittert Zürcher SP enttäuscht über Liebesentzug der Grünen

Die Linke zieht nicht geeint in den Regierungsratswahlkampf, nachdem die Grünen Mario Fehr nicht unterstützen.

Ein Mann mit Brille blickt traurig nach unten.
Legende: Spaltpilz Mario Fehr: An ihm scheiden sich die linken Geister. Keystone

Die Grünen empfehlen den SP-Sicherheitsdirektor Mario Fehr nicht zur Wiederwahl in den Zürcher Regierungsrat. Seine Parteikollegin und Namensvetterin Jacqueline Fehr erhielt von beiden Parteien die Unterstützung.

Der Co-Präsident der kantonalzürcher SP, Andreas Dauru, spricht nach diesem Entscheid von einer «verpassten Chance». Die Voraussetzungen wären gut gewesen für ein starkes linkes Viererticket. «Es ist enttäuschend, dass dies nun nicht mehr möglich ist.»

Schaden dürfte die Zersplitterung im linken Lager aber weniger den SP-Vertretern. Die beiden Bisherigen, Mario und Jacqueline Fehr, haben beste Chance auf eine Wiederwahl – mit oder ohne Unterstützung der Grünen und der AL.

Es trifft mehr die Grünen

Dagegen schwächt es eher die Chancen des Grünen Kandidaten Martin Neukom. Der junge Kantonsrat, der sich dafür ausgesprochen hatte, Mario Fehr zu unterstützen, gab sich am Donnerstagabend diplomatisch: «Die Delegierten sind davon ausgegangen, dass es strategisch keine wichtige Rolle spielt, ob wir beide SP-Kandidaten unterstützen. Wie sich das auswirkt, zeigt sich bei den Wahlen.»

Wie die konkrete Zusammenarbeit im linken Bündnis beim Wahlkampf aussehen wird, müsse in den nächsten Tagen besprochen werden, meint Andreas Dauru. Die SP hat an ihrer Delegiertenversammlung entschieden, beide anderen linken Kandidaturen – also Martin Neukom und Walter Angst von der AL – zu empfehlen. Ungeachtet, ob sich diese für oder gegen Mario Fehr aussprechen.

Hier eine Übersicht über sämtliche Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahlen im nächsten März.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Walter Matzler (Wma)
    Ob das die Grünen je begreifen? Es geht nicht um ein paar tausend Migranten, es geht um MILIONEN. Neben kriegerischen Ereignissen sind Geburtenüberschüsse, religiöse Wirren, Despoten, Bildung und mehr Gründe für die aktuelle Völkerwanderung und die können wir nicht bewältigen indem wir einfach die Türen öffnen. Die Probleme müssen in den Herkunftsländern gelöst werden.
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