Zum Inhalt springen

Header

Audio
Keine unnötigen Operationen mehr: Das sieht das überarbeitete Gesetz vor
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 09.07.2020.
abspielen. Laufzeit 01:51 Minuten.
Inhalt

Lohnbegrenzung fürs Kader Zürcher Chefärzte sollen nicht mehr als eine Million verdienen

Der Zürcher Regierungsrat will diesen Höchstbetrag ins Gesetz schreiben. Er soll aber nicht in allen Spitälern gelten.

Die Lohnobergrenze von einer Million Franken pro Jahr soll nur für jene Kaderärzte gelten, die in einem der vier kantonalen Spitäler arbeiten. Den privaten Spitälern könne man nicht vorschreiben, wie viel Lohn sie maximal bezahlen dürften, begründet die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) den Entscheid.

Hier ist der Höchstlohn vorgesehen:

Textbox aufklappenTextbox zuklappen
  • Universitätsspital Zürich
  • Kantonsspital Winterthur
  • Psychiatrische Universitätsklinik
  • Integrierte Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland

«Bei den staatlichen Spitälern verhält es sich jedoch anders», so Rickli. «In der Vergangenheit hat es da auch fehlbare Klinikdirektoren gegeben, welche in die eigene Tasche gewirtschaftet haben». Gerade vor kurzem sorgte etwa das Universitätsspital Zürich mit Verfehlungen von Chefärzten und Klinikdirektoren für Schlagzeilen. Dabei ging es unter anderem auch um hohe Löhne.

Die Lohnbegrenzung soll im überarbeiteten Spitalplanungs- und Finanzierungsgesetz festgehalten werden. Der Betrag von einer Million Franken sei dabei nicht zu hoch, so Rickli. Gewisse Kantone hätten zwar eine tiefere Lohnobergrenze. «Der Kanton Zürich ist aber ein Spitzenstandort, was das Gesundheitswesen betrifft. Da ist es gerechtfertigt, dass wir beim Lohn höher ansetzen.»

Weiter soll das überarbeitete Gesetz auch unnötige Operationen bekämpfen: Vorschriften für sämtliche Spitäler im Kanton Zürich sollen deshalb verhindern, dass Ärztinnen und Ärzte, die viele Operationen machen, mehr verdienen.

SVP freut sich, SP kritisiert

Bei den Zürcher Parteien stösst der überarbeitete Gesetzesentwurf auf unterschiedliche Reaktionen. Die SVP begrüsst die Gesetzesrevision, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Die Partei lobt etwa die Obergrenze für Chefärzte und Chefärztinnen und findet es gut, wie medizinisch unnötige Behandlungen verhindert werden sollen.

So reagieren die Zürcher Krankenhäuser:

Der Verband Zürcher Krankenhäuser (VZK) zeigt sich in einer Mitteilung zufrieden mit der Vorlage. Sie sei gegenüber der vorherigen Version entschlackt und ermögliche eine zukunftsgerichtete Spitalplanung- und finanzierung.

Auch die kantonale SP begrüsst die Begrenzung der Löhne. Die Partei kritisiert aber unter anderem, falsche Anreize würden mit dem Gesetz nur zaghaft bekämpft, weitere Korrekturen seien nötig. Die Grünen halten in einer Mitteilung fest, die Lohn-Regelungen würden weiterhin undurchsichtig bleiben. Der Gesetzesentwurf wird im nächsten Schritt vom Zürcher Kantonsrat behandelt.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 09.07.2020, 12.03 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.