Weniger Stimmlokale Mehr Stimmabgaben per Post

Zum ersten Mal konnte in der Stadt Zürich nur noch in 14 anstatt 50 Stimmlokalen das Abstimmungscouvert eingelegt werden. Eine Reduktion, die die Bevölkerung offenbar goutiert. Besonders beliebt war an diesem Abstimmungssonntag die Urne im Hauptbahnhof Zürich.

Warteschlage vor dem Stimmlokal am Hauptbahnhof Zürich. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schon früher kam es am Hauptbahnhof Zürich ab und zu zu Warteschlangen vor der Urne. Keystone

Erste Erkenntnisse

  • Die Zahl der brieflichen Stimmabgaben hat zugenommen.
  • In die 14 Stimmlokale sind deutlich mehr Leute gegangen.
  • Viele haben ihr Stimmcouvert im Hauptbahnhof Zürich eingeworfen.

Der Abstimmungssonntag sei problemlos abgelaufen, bilanziert die Stadtschreiberin von Zürich, Claudia Cuche-Curti: «In den Stimmlokalen haben wir eine deutliche Zunahme festgestellt, aber auch bei der brieflichen Stimmabgabe ist die Tendenz steigend». Besonders viele hätten am Hauptbahnhof Zürich ihr Couvert in die Urne gelegt. Die Schliessung von 36 Stimmlokalen habe also die Leute nicht abgehalten, an der Abstimmung teilzunehmen, so die erste Erkenntnis von Cuche-Curti.

Kaum Reklamationen

Im Vorfeld hatte die Schliessung einigen Protest ausgelöst. Dieser kam aus den Quartieren, aber auch aus dem Zürcher Stadtparlament. Mit Unterstützung der SVP hatte dort die Alternative Liste ein dringliches Postulat eingereicht. Mit dem Ziel, dass mindestens ein Lokal pro Quartier geöffnet bleibt.

Direkt aus der Bevölkerung gab es jedoch kaum Kritik. Claudia Cuche-Curti spricht von rund 20 Reklamationen bei 230'000 Stimmberechtigten in der Stadt Zürich.