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Zürich Schaffhausen Mit einstöckigen Zügen zu mehr Kapazität im Zürcher S-Bahn-Netz

Die Doppelstock-Züge sollen mittelfristig aus dem inneren Ring des Zürcher S-Bahn-Netzes verschwinden. Die SBB bekräftigen die Pläne für ein S-Bahn-Netz der «zweiten Generation». Auf Kurzstrecken sollen dann nur noch einstöckige Wagen mit mehr Stehplätzen und mehr Türen zum Einsatz kommen.

Pendler stehen vor der geöffneten Türe eines Doppelstockzuges der Zürcher S-Bahn.
Legende: Die SBB und der ZVV sagen dem täglichen Stau vor den Zugtüren den Kampf an. Keystone

Die Idee ist nicht neu. SBB und ZVV denken schon länger darüber nach, wie sie den täglichen Stau vor den Zugtüren bekämpfen können. Ein Mittel dafür wären die S-Bahnen der zweiten Generation: Sie haben keine Treppen, mehr Türen und Stehplätze. Mit so gebauten Zügen liesse sich das Ein- und Aussteigen beschleunigen, sagt ZVV-Sprecher Thomas Kellenberger gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

SBB-Chef Andreas Meyer hat diese Strategie in einem Zeitungs-Interview bekräftigt. Zum Einsatz kommen sollen diese neuen S-Bahn-Kompositionen allerdings nur in einem inneren Ring, der ähnlich wie die U-Bahnen der Grossstädte rascher getaktet wäre. Von der Peripherie her sollen auch weiterhin Doppelstock-Züge die Passagiere ins Zentrum bringen. Bis die neue Strategie umgesetzt ist, dürfte es aber noch rund 20 Jahre dauern.

1 Kommentar

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  • Kommentar von W. Pip, ZH
    Erstens: Willkommen in der Hörror-öV-Ära. Stehendes Sardinenbüchsenfeeling (à la Tokyoter U-Bahn) dürften kein abwegiges Szenario mehr sein. Zweitens: funktionieren (wenn man das überhaupt so nennen kann) würde dieses System nur a) mit verlängerten Haltekanten und b) mit verdichteten Takten. Beides ist so kostspielig, dass selbst jedem rotgrünen öV-Fundamentalist schlecht wird. Drittens: Das Bewusssein, dass es am billigsten wäre, an der Bevölkerungszahl zu schrauben, wächst. Gut! Mich freut's.
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