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Legende: Audio Strengere Strafen, Schnellrichter vor Ort: So wollen Zürcher Politiker gegen eskalierende Gewalt vorgehen abspielen. Laufzeit 02:37 Minuten.
02:37 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 24.04.2019.
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Nach Attacken auf Polizei Strengere Strafen für Zürcher Krawall-Jugendliche?

Zürcher Politikerinnen und Politiker wollen etwas unternehmen gegen den neuen Gewalt-Brennpunkt am Zürcher Seebecken. Zwischen Bellevue und Blatterwiese war es am Osterwochenende wiederholt zu Attacken auf die Stadtpolizei und auf Sanitäter gekommen.

Strengere Strafen fordert etwa Pascal Lamprecht, SP-Gemeinderat und Vizepräsident der Sicherheitskommission. Er sagt: «Wenn man einen Container anzündet und mit einer Busse davonkommt, die der Papa zahlt - dann hat das keine abschreckende Wirkung.» Lamprecht will nicht die Gesetze verschärfen, aber die Möglichkeiten ausschöpfen, also die Jugendlichen zu einem Arbeitseinsatz aufbieten, statt sie nur mit einer Geldstrafe zu büssen.

Die Forderungen der FDP gehen weiter. FDP-Gemeinderat Pablo Bünger, der ebenfalls in der Sicherheitskommission sitzt, will Schnellrichter vor Ort: «Aus meinem Berufsleben als Strafverteidiger weiss ich, dass viele Leute sehr empfindlich reagieren auf Strafregistereinträge.» Ein solches Verfahren würde die Eltern alarmieren und sie in die Pflicht nehmen, ist Bünger überzeugt.

Zu den Attacken auf die Einsatzkräfte über die Ostertage kam es, obwohl die Stadtpolizei ihre Präsenz seit diesem Frühling am See deutlich erhöht hat. Diese Massnahme wurde ergriffen, nachdem bereits im letzten Sommer Schlägereien, Pöbeleien und tätliche Angriffe zugenommen hatten.

Trotz dieser Massnahmen zeigt sich die Stadtpolizei von den jüngsten Vorfällen am Osterwochenende überrascht: «Diese Aggressivität ist neu und wenn unsere Beamte angegriffen werden, können wir das nicht akzeptieren», sagt Mediensprecher Marco Cortesi. Die Ereignisse würden nun aufgearbeitet.

Der Sommer kommt

Die Zeit drängt. Je wärmer es wird, desto mehr Menschen tummeln sich bis spätnachts am Zürcher Seebecken. Marco Cortesi ist sich dessen bewusst, sagt aber auch: «Alkoholisierte Jugendliche, die Beamte angreifen, sind ein Gesellschaftsproblem, welches die Polizei alleine nicht lösen kann».

Nötig sei, dass die Stadt Zürich departementsübergreifend daran arbeite, also das Sicherheits-, Sozial- oder Gesundheitsdepartement zusammen. Die für die Sicherheit zuständige Stadträtin Karin Rykart (Grüne) war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Ihr Sprecher erklärte auf Anfrage des «Regionaljournal Zürich Schaffhausen», man nehme die Situation ernst, dürfe jedoch nichts dramatisieren.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst U. Haensler (ErnstU)
    So viel Geschrei wegen einem brennenden Container. Dafür sparen die selben Politiker bei der Verfolgung der Wirtschaftskriminellen u der Schuldigen all der EDV Gelder Verschwendung - von der Stadt ZH bis diverse Bundesämter.
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    1. Antwort von Jürg Brauchli (Rondra)
      @Haensler:Lesen Sie den Bericht richtig. Dann merken Sie eventuell, dass es nicht nur um einen brennenden Container geht, sondern vor allem um die Angriffe auf Polizisten.
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  • Kommentar von Andi Solenthaler (Solifant)
    Die Politik tut da rein gar nichts!
    Werden Straftaten durch mehr als zehn zwanzig Personen verübt, verhält sich die Polizei als ob das höhere Gewalt wäre. Ich bin da für Null- Toleranz. Schon nur das sich vermummen sollte als strafbare Handlung gehandhabt werden. Das Wort Scharmützel kann ich schon gar nicht mehr hören. Bei den so tollerierten Straftaten käme eine, nicht in Horden auftretende Privatperson ganz schön an die Kasse.
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  • Kommentar von Dave Meury (DM1)
    Fazit: Idioten gibt's auf beiden Seiten. Die Polizei hat Ihren Beinamen "Freund und Helfer" schon lange abgelegt. Würden Sie wieder so wahrgenommen, gäbe es höchstwahrscheinlich kaum noch solche Meldungen.
    Wer schikaniert, würdelos handelt, bedroht und verletzt wird nun - wie gesagt auf beiden Seiten - nicht vom Gegenüber respektiert.
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