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Nach falschen Verbuchungen Stadtrat erlässt neues Reglement für Zürcher Stadtspitäler

Die Ärzte in den Zürcher Stadtspitälern haben ein neues Honorarreglement. Es soll für mehr Transparenz sorgen.

Legende: Audio «Diese Regelung schafft Transparenz» abspielen. Laufzeit 03:01 Minuten.
03:01 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 07.12.2018.

Es waren die falsch verbuchten Ärztehonorare im Stadtspital Triemli, die das Fass zum Überlaufen gebracht hatten. Als die Vorfälle ans Licht kamen, verkündete Stadträtin Claudia Nielsen (SP) Knall auf Fall und nur gut einen Monat vor Wahltermin, dass sie nicht mehr antrete.

Nun hat ihr Nachfolger, Andreas Hauri (GLP), neue Regeln präsentiert für die Abrechnung von Ärztehonoraren. Damit sollen falsche Verbuchungen verhindert werden, bis dann die endgültige Lösung auf dem Tisch liegt.

SRF: Der Stadtrat hat reagiert auf den Bericht der Finanzkontrolle, der gezeigt hatte, dass Honorare falsch verbucht wurden. Was ändert sich denn konkret?

Andreas Hauri: Das Reglement wurde stark vereinfacht. Fünfzig Prozent der erzielten Honorare fliessen der Betriebsrechnung der Spitäler zu. Die andere Hälfte kommt in den Spitalpool und es ist genau geregelt, für welche Zwecke dieses Geld verwendet werden kann.

Das heisst, falsche Buchungen sind mit den neuen Regeln nicht mehr möglich?
Ja, dieses Reglement sorgt für Transparenz, sodass wir die Verbuchungen gut kontrollieren können. Die Regeln sind nah an denjenigen des Kantons.

Im Sommer haben Sie gesagt, dem Spital beziehungsweise der Stadtkasse hätten diese falsch verbuchten Honorare keinen Schaden zugefügt. Das müssen Sie nun aber revidieren?

Wir haben einen grossen Klinikpool ganz genau untersucht. Tatsächlich gab es im Jahr 2016 einen Vorfall, bei dem das Stadtspital Triemli um viertausend Franken geschädigt worden ist. Wir gehen aber davon aus, dass es sehr kleine Beträge sind.

Sie wollen diese Fälle also nicht weiter untersuchen?

Aus meiner Sicht ist das nicht geplant. Die Rechnungsprüfungskommission kann weitere Abklärungen einfordern. Der Stadtrat möchte lieber die Vergangenheitsbewältigung abschliessen und die Spitäler neu aufgleisen.

Das Gespräch führte Nadine Markwalder.

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