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Gruppe von Spaziergängern auf Waldweg mit Bäumen rundrum
Legende: Nur noch für Fussgänger: Keine Kompromisse mehr in der Kernzone des Zürcher Sihlwalds. Keystone
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Naturschutz im Sihlwald Reiter und Velofahrer nicht mehr erwünscht

Schluss mit Ausnahmen: Der Zürcher Kantonsrat lässt in der Kernzone des Sihlwalds ab sofort nur noch Fussgänger zu.

Seit 2008 steht der Zürcher Sihlwald unter Naturschutz. Seither lässt man der Entwicklung des Ökosystems an den Hängen des Albis freien Lauf. Das hat auch für Erholungssuchende Konsequenzen: In der Kernzone des «Urwalds von Zürich», wie man ihn heute nennt, sind nur noch Fussgänger zugelassen.

Dringlicher Vorstoss zu kurzem Wegstück

Mit einer Ausnahme: Ein 2,5 Kilometer langes Stück der Bachtelstrasse blieb auch für Reiter und Velofahrer offen. Allerdings nur als Übergangslösung für zehn Jahre. Diese Frist ist am Jahresende abgelaufen. Mit einem dringlichen Postulat versuchten drei Kantonsräte von SVP, CVP und BDP deshalb, das Verbot nachträglich wieder aufzuheben.

Ihre Begründung: Der Sihlwald sei kein Nationalpark, sondern nur ein Naturerlebnispark. In Naturerlebnisparks sei das Velofahren und Reiten in eingeschränktem Rahmen möglich. Und bei der Bachtelstrasse handle es sich um einen bei Velofahrern und Reitern beliebten Übergang ins Zugerland. Es sei wichtig «die lokale Akzeptanz der verschiedenen Nutzergruppen für den Naturerlebnispark» zu erhalten, wie die Postulanten argumentierten.

Parlament folgt dem Regierungsrat

Das Parlament hatte für ihr Anliegen kein Gehör. Es lehnte den Vorstoss ab und folgte damit der Empfehlung des Regierungsrats. Dieser hatte bereits dargelegt, man habe die Schutzverordnung zwischenzeitlich geprüft und revidiert. Dabei habe man auch das Thema Bachtelstrasse diskutiert und sei zum Schluss gekommen, die Bachtelstrasse wie geplant ab 2019 zum Fussweg zu machen. So werde die Natur entlastet, und auf dem Teilstück durch die Kernzone entfielen aufwändige Unterhaltsmassnahmen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Zurbuchen (drpesche)
    Hoffentlich gilt dann wenigstens für die Fussgänger ein absolutes Rauch- und Smartphone-Verbot. Alle Radfahrer zu betrafen, weil ein - zugegebenermassen viel zu grosser - Teil sich nicht an die Regeln hält, finde ich aber falsch.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (jolanda)
    Sture und festgefahrene Regeln und Ansichten werden meistens durch Uneinsichtige provoziert! Solange Waldwege breit genug sind haben alle (Fussgänger, Velofahrer und Reiter) das Recht, solche feste und verdichtete Waldstrassen zu benützen! Schmale Fusspfade (20-40 cm breit) hingegen, gehören nur den Fussgänger und Wanderer. Genau hier entstehen immer wieder unschöne Streits, Hass und böse Worte! Trotz 24 Stunden lang Sklave von iPods zu sein, aber sachlich denken sollten wir nicht vergessen!
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  • Kommentar von Urs Heim (Ursus)
    Der Sihlwald ist in erster Linie ein Naherholungsgebiet. Die radikalen Naturschützer sollten ihre Naturliebhaberei nochmals überdenken / entschärfen. Es gibt sicher Forstwege an gewissen Stellen die man für die Velofahrer unter klaren Bedingungen (nicht verlassen der Route) ausscheiden kann.
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    1. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      Klar doch, damit die Urban Hipsters bequem mit der S-Bahn mal eben aus ihren dicht gedrängten 50qm-Schuhschachteln heraus ein Freiheitsgefühl wiedererlangen, kann man doch mal eben den Wildwechsel über die Klinge springen lassen. Sind ja nur 2.5km...
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