Neues Fussballstadion: «Es wird noch Anpassungen geben»

Die Form des neuen Stadions und vor allem die Form der beiden grossen Wohn- und Bürotürme neben dem Stadion werden noch angepasst. Das sagte der Zürcher Stadtrat Daniel Leupi im Wochengast-Interview mit dem Regionaljournal. Er reagierte damit auf die Kritik von Parteien und Bevölkerung.

«Die Türme sind wuchtig», gesteht Daniel Leupi ein. «Aber man wusste, dass man da etwas Grosses bauen muss, um dafür das Stadion zu finanzieren». Schon beim ZSC-Hockeystadion und der Kongresshaussanierung habe es kritische Stimmen gegeben. «Diese Stimmen muss man ernst nehmen und ausloten, was es für Anpassungen braucht», so Leupi.

Er erinnerte daran, dass die nun vorgestellten Pläne noch kein Bauprojekt seien, sondern erst ein Vorschlag für den Wettbewerb. Dieser müsse nun noch vertierft werden: «Die Form der Türme wird sicher nochmals ein Thema sein.» Allerdings nur, was die Gestaltung angeht. Die Höhe sei wohl nötig, damit die privaten Investoren genügend Geld verdienen können, um das Stadtion zu finanzieren.

18'500 Plätze und zwei grosse Türme

Ein Fussballstadion für 18'500 Zuschauer, eine gemeinnützige Wohnsiedlung sowie Läden, Büros und Wohnungen in zwei Hochhäusern, die sogar den Primetower überragen: Das ist das private Bauprojekt, das auf dem brachliegenden Hardturm-Areal realisiert werden soll. Die Stadt Zürich hat die Sieger des Projektwettbewerbs am Dienstag vorgestellt.

Die Stadt beteiligt sich nicht mehr finanziell am Stadionprojekt und stellt lediglich das Areal im Baurecht zur Verfügung. Damit bestehe für die Stadt Zürich ein geringes Risiko, erklärt Finanzvorstand Daniel Leupi: «Nun müssen wir einfach einen adäquaten Baurechtszins aushandeln.» Er gehe jährlich von bis zu 1.4 Millionen Franken aus.

Stimmberechtigte entscheiden

Leupi rechnet mit einer Volksabstimmung. Dass dabei die beiden Hochhäuser eine grosse Hürde sein könnten, ist sich der Stadtrat bewusst. Er wollte aber noch keine Prognosen über allfällige Einsprachen machen: «Wir schauen jetzt Schritt für Schritt. Es gab auch schon Grossprojekte ohne eine einzige Einsprache.»

kueh/bruc; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr