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Ombudsfrau Stadt Zürich «Immer mehr Eltern gehen mit dem Anwalt an Schulbesprechungen»

Zwei Themen dominieren den Jahresbericht 2017 der Stadtzürcher Ombudsfrau: Die Digitalisierung und Probleme an Schulen.

Die Ombudstelle der Stadt Zürich hat im letzten Jahr 548 Fälle abschliessend bearbeitet. Der Jahresbericht der Ombudsfrau widmet sich unter anderem Schulschwierigkeiten. Neuerdings wenden sich auch Eltern vermehrt an die Ombudsfrau.

Problemfeld: Schule

In einem Schulzimmer steht ein Stuhl vor einer Wandtafel.
Legende: Keystone

Zahlreiche Anfragen erreichten die Ombudsfrau auch zum Thema Schule. Eltern fühlten sich zusehends überfordert, weil bei Schulproblemen zahlreiche Institutionen involviert seien. «Eltern empfinden diese oft als übermächtig und fühlen sich ausgeliefert», so die Ombudsfrau.

Die Lehrkräfte und Schulleiter ihrerseits seien verunsichert, wie sie mit Konflikten an ihrer Schule umgehen müssen. Zudem - so Claudia Kaufmann - würden Lehrpersonen immer häufiger mit hohen Ansprüchen und überhöhten Erwartungen der Eltern konfrontiert. Öfters liessen sich Eltern bei Besprechungen gar von einem Anwalt begleiten.

Problemfeld: Digitalisierung

Ein Mann sitzt hinter einem Bildschirm und arbeitet.
Legende: Keystone

Bei digitalen Lösungen werde die Bevölkerung oft zu wenig eingebunden, sagte Ombudsfrau Claudia Kaufmann. Ziel müsse sein, dass die Digitalisierung telefonische und persönliche Kontakte ergänze, und nicht ersetze. Weiter müssten auch Menschen, die mit der elektronischen Nutzung nur wenig geübt seien, einen besseren Zugang zur digitalen Welt erhalten.

Problemfeld: Diskriminierung

Wie in vergangenen Jahren musste sich die Ombudsstelle mit Beschwerden zu Racial und Ethnic Profiling befassen. «Die Hautfarbe oder die Zugehörigkeit zu einer ethnischen oder religiösen Gruppe genügen nicht als Merkmal für eine Personenkontrolle», betonte Kaufmann. Es brauche stets einen gewichtigen oder mehrere weitere Anhaltspunkte, die eine Kontrolle rechtfertigten.

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Fakt ist: Eltern sind für eine adäquate "Erziehung" ihrer Kinder zuständig und verantwortlich! Das gilt auch für Migranten/Asylanten, was bedeutet, dass sich diese selbständig um effektive Integration = Anpassung an: Sprache, Gesetze, Regeln, Gepflogenheiten/Traditionen, arbeiten für den eigenen Lebensunterhalt und nur so viele Kinder in die Welt setzen, wie auch selbständig ernährt werden können! Diese Regeln gelten weltweit auch für Schweizer BürgerInnen unnd sind "normal"!
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    "Problemfeld Bildungs-Wirrwarr-Unwesen" CH: zu viele "Kantönligeist-Systeme" in der Mini-Schweiz = ineffizient, da unübersichtlich, kompliziert, aufwändig, teuer! Sinn machend wäre 1 gesamtschweizerisches "Basis-Bildungssystem", auf welches die Sprachregionen aufbauen könnten = unkompliziert (bei Umzügen für Lehrpersonen, SchülerInnen, Eltern), übersichtlich klar, Steuergelder sinnvoll eingesetzt! Hinzu muss kommen: "Eignungstests" für Leitungs-Lehrpersonen, da die Ansprüche gestiegen sind...
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  • Kommentar von Jürg Brauchli (Rondra)
    Es kann nicht sein, dass Lehrer auch noch die Erziehung, und/oder Nacherziehung übernehmen müssen für Eltern, die sich darum keinen Deut gekümmert haben. In meinem Quartier erlebe ich, dass sich 5-8jährige noch um 23 Uhr im Freien befinden. Und nein, das sind keine Einzelfälle. Muss mir keiner sagen, dass die am Morgen lernfähig sind.
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