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Legende: Audio Psychisch kranke Menschen sollen von frewilligen Helfern unterstützt werden abspielen. Laufzeit 03:28 Minuten.
03:28 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 27.12.2018.
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Pionierprojekt in Zürich Vertrauenspersonen sollen psychisch kranken Menschen beistehen

Vielen Menschen, die in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden, fehlen Bezugspersonen. Ein neues Projekt hilft.

Bei einer sogenannten fürsorgerischen Unterbringung dürfen Menschen mit akuten psychischen Problemen gegen ihren Willen in eine Klinik gebracht werden. Laut dem Gesetz haben diese Menschen Anrecht auf eine Vertrauensperson, die sie begleitet – die Partnerin, ein Familienangehöriger oder ein Freund. Viele dieser Menschen leben aber alleine. Ihnen fehlt eine solche Vertrauensperson.

Die Stiftung Pro Mente Sana will diesem Problem entgegenwirken. «Wir wollen einen Pool von freiwilligen Menschen schaffen, die in der Rolle als Vertrauenspersonen helfen können», sagt Roger Staub, Geschäftsführer von Pro Mente Sana. Die Stiftung sucht deshalb Menschen, die sich zur Vertrauensperson ausbilden lassen wollen. Sie sollen dann einspringen, wenn Betroffene keine Bezugsperson beiziehen können.

Geld aus dem Lotteriefonds

Das Geld für das Pilotprojekt, eine halbe Million Franken, erhält Pro Mente Sana vom kantonalen Lotteriefonds. Während vier Jahren will die Stiftung das Angebot testen. Dann wird ausgewertet, ob es funktioniert.

Danach wolle er dafür sorgen, dass das Angebot vom Staat regulär weitergeführt werde, so Geschäftsführer Roger Staub. «Wenn wir schon ein Gesetz haben, das ein Recht auf eine Vertrauensperson vorschreibt, dann müssen wir auch dafür sorgen, dass Menschen von diesem Recht Gebrauch machen können.»

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Barbara Richiger (Barbara Richiger)
    Eine sehr gute Idee und für die Umsetzung bei pro menta sana in guten Händen. Ein wichtiger und anspruchsvoller Einsatz für Freiwillige: Gefragt sind ein guter Umgang mit Nähe und Distanz, Zuversicht, Ausdauer - ein Herz für Menschen in schwierigen Situationen, die gut vernetzt sind.
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  • Kommentar von Beat. Mosimann (AG)
    Dass klingt für mich sehr wertvoll. Ich sehe junge Erwachsene, es gibt auch Zuviel Schüler / innen die Zuviel alleine sind und damit nicht gut umgehen können. Für die älteren Menschen, gibt es einen Betreuungsdienst von Pro Senectute. Die Pro Juventute ist für kleinere die Ansprechperson, doch die Jugendlichen u. grössere Schüler/Innen u. Lehrlinge/ Student/innen sind wohl unfreiwillig viel zu oft allein, da jede zweite Ehe geschieden ist. Ich vermisse die Familienmitglieder, der Betroffenen.
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