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Zürich Schaffhausen Polizei räumt Blockade der Labitzke-Besetzer

Am frühen Morgen haben die von der Räumung bedrohten Hausbesetzer des Labitzke-Areals in Zürich Altstetten die Hohlstrasse blockiert. Die Polizei hat mit der Räumung der Blockade begonnen. Seit 12 Uhr 15 ist die Strasse wieder befahrbar.

Legende: Video Störaktion beim Labitzke-Areal abspielen. Laufzeit 01:17 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 05.08.2014.

Unter dem Motto: «Ihr nehmt uns das Labitzke-Areal, wir zügeln auf die Strasse» blockierten Aktivisten um 6 Uhr die Hohlstrasse mit Möbeln und Containern. Einige der Besetzer ketteten sich an die Container. Die Hohlstrasse war für den Verkehr gesperrt. Betroffen von der Blockade war insbesondere auch die Busverbindung zwischen Altstetten und der Innenstadt.

Die Besetzer begründen ihre Aktion damit, dass das Labitzke-Areal «akut räumungsbedroht» sei. «Viele Menschen verlieren damit ihren Lebens-, Wohn- und Aktionsraum», hiess es in einer Mitteilung.

Schwierige Räumung

Kurz vor acht Uhr haben Einsatzkräfte der Stadtpolizei Zürich damit begonnen, die Strassenblockade der Labitzke-Bewohner aufzulösen. Polizeisprecher Michael Wirz sagte auf Anfrage von Radio SRF, dass die Aktivistinnen und Aktivisten zuvor einer Frist der Polizei nicht nachgekommen seien, die Strasse zu räumen. «Einzelne Aktivisten müssen mit Werkzeug befreit werden, weil sie sich an Betonelementen angekettet haben.»

Um 12 Uhr 15 konnte die Strasse wieder für den Verkehr freigegeben werden. Laut Judith Hödel von der Stadtpolizei wurden 16 Personen verhaftet. Diese werden im Moment von der Polizei befragt. Gründe für die Verhaftungen sind Störung des öffentlichen Verkehrs, Teilnahme an einer unbewilligten Demonstration und Nötigung.

Es handle sich beim Polizeieinsatz vorerst nur um die Auflösung der Blockade und nicht um die Räumung des Areals. Zur Frage, ob die Räumung ebenfalls noch heute ansteht, wollte sich von der Polizei niemand äussern.

Das Labitzke-Areal

Das Areal der ehemaligen Farbenfabrik Labitzke wird seit Jahren besetzt und dient als Labor für eines der grössten Kultur- und Wohnexperimente in der Stadt Zürich. Die Immobilienfirma Mobimo will auf dem Gelände eine Überbauung mit über 200 Wohnungen realisieren.

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