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Legende: Audio Zürcher Kantonspolizisten arbeiten auch als Brückenbauer. abspielen. Laufzeit 02:16 Minuten.
02:16 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 13.06.2019.
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Radikalisierte Muslime Leise Kritik an Brückenbauern

Die Polizei unternehme zu wenig gegen Radikalisierung, sagt eine Studie. Die Zürcher Kantonspolizei widerspricht.

Die Studie der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW untersuchte, wie und wo sich Jugendlichen radikalisieren - und wie solche Tendenzen möglichst früh erkannt werden können.

Leise Kritik an den Brückenbauern

In der Studie wurde auch die Arbeit der sogenannten Brückenbauer untersucht. Das sind speziell geschulte Polizisten, die Aufklärungsarbeit für Menschen aus anderen Kulturen machen.

Die Leiterin der Studie, Erziehungswissenschaftlerin Miryam Eser stellt fest, dass die Brückenbauer viel Zeit für Aufklärung im Asylbereich bräuchten.

Wir haben gesehen, dass die Brückenbauer viel Zeit für Aufklärung im Asylbereich brauchen.
Autor: Miryam EserLeiterin der Studie und Erziehungswissenschaftlerin

Im Bezug auf die Radikalisierung wäre es auch wichtig, so Eser, dass die Brückenbauer im Austausch mit dem Moscheeverein wären. Nur so könnten Situationen rechtzeitig erkannt werden und rechtzeitig eingegriffen werden.

Konzentrieren die Brückenbauer ihre Arbeit also zu fest auf die Arbeit mit Asylorganisationen und kümmern sich zu wenig um Moscheen?

Für den Kanton Zürich stimme das nicht

Laut Thomas Gerber, Chef der 16 Zürcher Kantonspolizisten, die als Brückenbauer arbeiten, stimmt das nicht. Die Aufklärung der Asylbewerberinnen und Asylbewerber über ihre Rechte und Pflichten im Umgang mit der Polizei sei wichtig, sagt er. Das nehme einen Teil der Arbeitszeit in Anspruch.

Wir pflegen vor allem das interkulturelle Netzwerk, auch in islamischen Vereinigungen.
Autor: Thomas GerberChef der Zürcher Brückenbauer

Der überwiegend grössere Teil der Arbeit der Brückenbauer betreffe die Pflege des interkulturellen Netzwerkes. Dazu gehöre auch die Aufklärungsarbeit in islamischen Vereinigungen, zu denen auch Moscheen gehören. Wie eine Moschee genau definiert werde und wer dazu gehöre, sei von Fall zu Fall verschieden. Wichtig sei einfach, dass Radikalisierungstendenzen früh erkannt würden und dass der Kontakt zu bestimmten Radikalisierungsherden nicht abbreche.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Amthauer  (Peter.A)
    Wer sich integrieren will, verspürt eine intrinsische Motivation. Er wird sich erkundigen, wie die Menschen/Gesellschaft, in die er integriert werden möchte, funktioniert. Ich frage mich, weshalb sich die Polizei damit beschäftigen muss.
    MfG
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  • Kommentar von Christine Hadorn  (Baski)
    Den Sündenbock in die eine oder andere Richtung bei der Polizei zu suchen, ist immer einfach. Ich sähe aber viel lieber Politiker, die Verantwortung übernehmen . Meistens haben ja solche Probleme bis zu einem gewissen Grad in der Politik ihre Wurzeln. Und für Politik wird schlussendlich von unseren Politikern gemacht.
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  • Kommentar von Hans König  (Hans König)
    Macht die Polizei etwas gegen die Radikalisierung wird sie von der Justiz zurückgepfiffen und durch die linke Politik kritisiert. Passiert etwas wird sie wiederum, weil sie nichts gemacht hat, wird kritisiert. Die Polizei hat es nicht leicht, da die Politik auch vielmals kritisiert. Es gibt leider nur noch sehr wenige PolitikerInnen, die noch den Mut haben zu unserer Schweiz zu stehen.
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    1. Antwort von Jörg Frey  (giogio)
      Meinen Sie diese Politiker, die immer zuerst auf ihr eigenes Portemonnaie schauen und die das Schweizer Volk immer brav abzocken?
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