«Richard Wagner - wie ich Welt wurde»: Ein Stück mit Schwächen

Eine wahre Fantasie nennt der Regisseur und Textautor sein Stück. Was wäre, wenn Wagner kurz vor seinem Tod noch einmal nach Zürich gekommen wäre, fragt es. Doch die Fantasie bleibt darin auf der Strecke.

Szenenbild aus «Richard Wagner - wie ich Welt wurde» Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Robert Hunger-Bühler als Richard Wagner, Samuel Braun als König Ludwig II. ZVG Schauspielhaus

Das Stück «Richard Wagner - wie ich Welt wurde» bildet den Auftakt zu den diesjährigen Zürcher Festspielen. Geschrieben und Inszeniert wurde es vom deutschen Regisseur Hans Neuenfels. Er bringt darin Wagner 25 Jahre nach seinem ersten Aufenthalt in der Stadt an der Limmat nach Zürich zurück und lässt ihn dort auf Bekannte aus seiner ersten Zürcher Zeit treffen.

Es ist eine fiktive Situation, in der sich Wahrscheinlichkeiten mit Unwahrscheinlichem vermischen und zu Fantasien werden. In der Uraufführung im Schiffbau bleibt das ganze aber konstruiert, schwerfällig und eindimensional. Nur die Musik kann in der Co-Produktion von Schauspielhaus und Opernhaus überzeugen.

Sendung zu diesem Artikel