Schule: Quereinsteiger-Studium soll definitiv eingeführt werden

Eine Not-Massnahme gegen den Lehrermangel soll zum festen Bestandteil der Pädagogen-Ausbildung werden: Der Zürcher Regierungsrat will die Ausbildung für Quereinsteiger gesetzlich verankern.

Caféteria der Pädagogischen Hochschule (PH) Zürich: Hier sollen vermehrt auch Quereinsteiger anzutreffen sein. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Caféteria der Pädagogischen Hochschule (PH) Zürich: Hier sollen vermehrt auch Quereinsteiger anzutreffen sein. Keystone

Seit drei Jahren bietet die Pädagogische Hochschule Zürich nun schon eine Quereinsteiger-Ausbildung an. Sie richtet sich an Leute ab 30 Jahren mit einem Hochschulabschluss und Lebenserfahrung, wie es die PH formuliert. Die Absolventinnen und Absolventen unterrichten bereits während der Ausbildung.

Neues Gesetz nötig

«Unsere bisherigen Erfahrungen mit Quereinsteigern sind sehr gut», erklärt Sebastian Brändli, Chef des Zürcher Hochschulamtes gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Deshalb soll das provisorisch eingeführte Quereinsteiger-Studium ab 2016 definitiv angeboten werden. Dafür braucht es aber eine Gesetzesänderung. Der Regierungsrat schickt sie nun in die Vernehmlassung.

Lehrerschaft hat ihre Meinung geändert

Auch die Lehrerschaft, die anfangs die Nase rümpfte, ob den «Schnellbleiche»-Lehrerinnen und -Lehrern sind den Quereinsteigern gegenüber nun wohl gesonnen: «Sie sind eine Bereicherung für die Volksschule», sagt Lilo Lätzsch, Präsidentin des Zürcher LehrerInnen-Vereins.

Neu soll es an der PH schon bald auch einen Masterstudiengang zum Sekundarlehrer geben. Er richtet sich an Primarlehrkräfte. Auch dafür braucht es aber zuerst eine Gesetzesänderung.