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Legende: Audio Sexistisches Transparent hat ein Nachspiel abspielen. Laufzeit 02:51 Minuten.
02:51 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 27.05.2019.
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Sexismus in der Fankurve Nun ermitteln Polizei und Fussball-Liga gegen den FC Schaffhausen

Am Sonntag spielte der FC Winterthur gegen den FC Schaffhausen auf der Schützenwiese in Winterthur und siegte mit 3:2. Zu reden gibt allerdings nicht der Fussball, sondern das Verhalten einiger Schaffhauser Fans.

In der Schaffhauser Fankurve war ein Transparent mit der Aufschrift «Winti Fraue figgä und verhaue» hochgehoben worden. Offenbar eine derbe Revanche für eine Aktion der Winterthurer Fans am Spiel in Schaffhausen, die ebenfalls auf das Frauenteam zielte («D Winti Fraue händ mehr Fans als ihr!»).

Akanji fordert eine Entschuldigung

Dass Fans im Stadion offen zur Gewalt an Frauen aufrufen, hat ein Nachspiel. Sarah Akanji, SP-Kantonsrätin und Fussballerin beim FC Winterthur, sagt zum «Regionaljournal Zürich Schaffhausen»: «Ich bin schockiert und kann fast nicht glauben, dass diese Fans das gemacht haben. Ein solcher Aufruf zur Vergewaltigung hat keinen Platz im Stadion».

Akanji fordert, dass sich die Fankurve entschuldigt. Die kurze Stellungnahme auf der Facebook-Seite der «Bierkurve Schaffhausen» reiche nicht aus, findet Akanji. Und auch der Club müsse reagieren. Akanjis Kritik stösst in den Sozialen Medien auf viel Zustimmung. Auf Twitter haben sich auch die beiden Winterthurer Regierungsrätinnen zu Wort gemeldet:

Jacqueline Fehr (SP) schreibt, eine Entschuldigung reiche noch nicht, es brauche Massnahmen gegen Sexismus im Stadion. Und Natalie Rickli (SVP) fordert, dass das hetzerische Transparent strafrechtlich verfolgt wird. Tatsächlich hat die Stadtpolizei Winterthur bereits eine Ermittlung eingeleitet, wie sie heute mitteilt.

Auch die Liga hat ein Verfahren eröffnet

Der FC Schaffhausen verurteile die Aktion aufs Schärfste, sagt der Mediensprecher des Clubs, Christian Stamm zum «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». «Wir distanzieren uns in aller Form von Sexismus im Stadion, das darf nicht mehr vorkommen», sagt Stamm. Der Club stehe im Kontakt mit der Fankurve, die schon habe verlauten lassen, dass nicht alle, sondern nur einige in ihren Reihen das Transparent hochgehalten hätten.

Auch bei der Fussball-Liga ist das Transparent nun Thema. Sie hat ein Verfahren gegen den FC Schaffhausen eröffnet. «Sexismus, Rassismus und jede Form von Diskriminierung haben im Schweizer Fussball nichts zu suchen. Wir haben den Fall umgehend an die Disziplinarbehörden weitergeleitet und fordern, dass diese Aktion rigoros sanktioniert wird», schreibt Claudius Schäfer, der CEO der Swiss Football League, in einer Mitteilung.

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Christmann  (chrischi1)
    Spiegelbild unserer Gesellschaft, oder sind da Realitätsferne schockiert und rufen nach dem Gesetzbuch? Möchte jemand wissen wie es bei uns auf den Pausenplätzen zu und her geht? Meine 7-jährige Tochter könnte einige Müsterchen zum besten geben was so alles sie von ihren Gspänli zu hören bekommt.
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  • Kommentar von Werner Portmann  (Jackson)
    @keller. Natürlich trägt der Verein auch Verantwortung für solche Vorkommnisse, den jeder Verein hat auch Aufpasser im Stadion, deren Aufgabe es ist, solches zu verhindern oder zu verunmöglichen. Darum auch eine saftige Busse für den Verein, aber in erster Linie härtest mögliche Bestrafung für die Täter und Drahtzieher. Diese Transparente wurden im Vornhinein bewusst und mit Absicht erstellt, was absolut verwerflich ist.
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  • Kommentar von Urs Wenger  (U. Wenger)
    Auch hier werden die Verantwortlichen wieder mit grosse Augen machen und dem Geschehen weiter zusehen. Der Rubel rollt, zumindest im Moment noch. Als Sponsor und Zuschauer würde ich mir es schwer überlegen, überhaupt noch in diese Sportart mit einem derartigen Umfeld zu investieren. Es wird immer schlimmer. Schämt Euch!
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    1. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Das mit dem Rubel, der rollt, betrifft in Winterthur oder Schaffhausen eher bescheidene Summen und ist wohl nicht das Wichtigste. Einige dieser Geldstücke aus den Kassen des FCW und des FCS werden jetzt als Bussen in die Kasse der Swiss Football League rollen. Und, Herr Wenger, wenn Sie ein wirksames Patentrezept haben, sind Ihnen die Vereinsverantwortlichen sicher dankbar für Ihre Mithilfe und werden darüber grosse Augen machen und Ihnen einige Rubel abgeben.
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