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Zürich Schaffhausen Skandale im Baur au Lac: Wann ist der Lack ab?

Wieder einmal hat die Kantonspolizei im Zürcher Nobel-Hotel Baur au Lac zugeschlagen und FIFA-Funktionäre verhaftet. Bereits im Mai vor einem Jahr wurden hohe Vertreter des Fussball-Verbandes aus ihren Zimmern geholt. Droht dem Hotel nun ein Imageschaden?

Legende: Video «Fifa-Funktionäre in Zürcher Hotel festgenommen» abspielen. Laufzeit 3:30 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 03.12.2015.

Zum zweiten Mal gerät das Zürcher 5-Sterne-Hotel unfreiwillig in den Mittelpunkt einer gezielten Polizeiaktion. Schon wieder werden Gäste aus dem Hotel abgeführt, erneut gerät das Hotel in die Negativ-Schlagzeilen. Ein Skandal, auf den das Hotel sicher gerne verzichtet hätte, ist Diskretion doch das oberste Gut im Geschäft mit der noblen Klientel.

Während sich das Hotel zu den Vorfällen ausschweigt, überschlagen sich die belustigten und hämischen Kommentare in den sozialen Medien:

Der Zürcher Marken-Experte Stefan Vogler glaubt jedoch nicht, dass sich die Polizei-Einsätze negativ auf die Marke Baur au Lac auswirken: «Grundsätzlich braucht es viel mehr, um eine Marke zu beschädigen.» Die Leute wüssten ausserdem zu unterscheiden zwischen dem Hotel und der FIFA. Die Schlagzeilen, glaubt Vogler, könnten dem Hotel sogar nützen:

Ab und zu ein Skandal gehört doch nachgerade zu der Welt der Schönen und Reichen.
Autor: Stefan VoglerMarkenexperte

Bleibt die Frage, weshalb die Kantonspolizei die Funktionäre nicht schon zuvor verhaftete, zum Beispiel bei der Einreise am Flughafen – liegt doch das Verhaftungsgesuch der US-Justiz bereits seit ein paar Tagen vor. Aus ermittlungstechnischen Gründen könne man dazu nichts sagen, heisst es beim Bundesamt für Justiz. Eine Sprecherin beteuert jedoch, es sei nicht das Ziel, den Ruf eines Hotels zu schädigen.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Das Hotel Baur au Lac sollte wahrscheinlich besser keine FiFA-Funktionäre mehr ein-checken lassen. Es sei denn sie bekommen ein paar Zimmer im Untersuchungsgefängnis, die Baur au Lac speziell direkt für die FiFA-Funktionäre belegen kann und darf. (smile) - Das wäre betriebswirtschaftlicher und reputations-schonender. (smile) - Zudem wäre es auch billiger. Immerhin könnten die Taxi-Dienste "Baur-au-lac ins Untersuchungs-Gefängnis" eingespart werden. (smile)
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  • Kommentar von Markus Laffer (Querdenker)
    Wo beginnt das juristische Hoheitsgebiet der USA? Wo auf der Welt, wurden diese Delikte begangen? Wurden die USA damit geschädigt? Woher nehmen sich die USA das Recht heraus, Internationales Gericht zu spielen? Die USA, die ihre Militärpersonen bei Anklagen wegen Kriegsverbrechen nicht an das Internationale Gericht in Den Hag ausliefern. Zum Glück gibt es andere Grossmächte, die heranwachsen, und dem US-Powerplay Grenzen setzen werden.
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Die noblen Amerikaner sagen uns, wo der Hase lang läuft - da muckt keiner mehr auf. Ist je ganz klar, wo die "Guten" hocken - und wo die "Bösen".
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    1. Antwort von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
      Wenn wir schon nicht fähig sind sowas durchzuziehen, dann müssen es eben andere für uns tun. Wir Schweizer kuscheln sowieso überall und zeigen dass wir kein Pepp mehr in den Knochen haben. So verlieren wir immer mehr Ansehen, was auf lange Sicht hinaus schlecht für uns ist.
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