Stadt Zürich leistet Soforthilfe für die Philippinen

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) erhält von der Stadt Zürich 100'000 Franken, um auf den Philippinen Nothilfe für die Opfer des Wirbelsturms Haiyan leisten zu können.

Eine Frau sitzt in einer vollständig zerstörten Siedlung und macht ihre Wäsche. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Haiyan richtete auf den Philippinen immense Schäden an: Die Stadt Zürich zahlt nun 100 000 Franken für die Soforthilfe. Keystone

Der Gemeinderat hat gegen den Willen der SVP am Mittwoch einen entsprechenden Antrag des Stadtrats gutgeheissen.

Verwendet werden soll das Geld für Zelte, Werkzeugkästen sowie Familienboxen mit Artikeln des täglichen Bedarfs.

Kinder sollen zudem Notizbücher, Bleistifte, Farbstifte und Geometriesets erhalten. Abstimmen musste das Parlament, weil das Budget 2013 für die Humanitäre Hilfe im Ausland durch die Nothilfe an Syrien bereits erschöpft ist.

«Wer will, soll selber zahlen»

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Haiyan

Der Wirbelsturm Haiyan fegte am 9. November über Teile der Philippinen. Bisher wurden über 5000 Tote registriert, 4,2 Mio. Menschen verloren ihr Zuhause. Dazu sind 1,5 Mio. Kinder von Mangelernähurung bedroht.

Nach Ansicht der SVP soll jeder ins eigene Portemonnaie greifen, wenn er etwas spenden will, nicht in jenes der Steuerzahler. Es sei nicht angebracht, mit fremdem Geld pseudosolidarisch zu sein. Auch berechne das SRK viel zu hohe Administrationsgebühren.

Finanzvorstand Daniel Leupi (Grüne) bezeichnete das SRK als «bewährten, verlässlichen Partner». Zürich habe eine lange Nothilfe-Tradition. Mit 96 zu 22 Stimmen wurden die 100'000 Franken schliesslich bewilligt. Einzig die SVP sagte Nein.