Budget Stadt Zürich Stadt Zürich schliesst besser ab als erwartet

Statt einer schwarzen Null ein Plus von 150 Millionen: Die Zeichen mehren sich, dass die Stadtzürcher Rechnung 2016 gut ausfällt. Das hat auch Auswirkungen auf die bevorstehende Budgetdebatte. Sowohl von links als auch von rechts wird nicht mehr so stark am Voranschlag geschraubt wie früher.

Ratssaal, vorne Köpfe von Parlamentariern, hinten Stadträte, Stadpräsidentin spricht Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gemeinde- und Stadträte im Zürcher Rathaussaal: Allzu hitzige Debatten sind diesmal nicht zu erwarten. Keystone

Es sind vor allem die Steuereinnahmen aus Unternehmen, die weit über den ursprünglichen Prognosen liegen. In der zweiten Jahreshälfte habe es noch substantielle Nachzahlungen gegeben, sagt der Stadtzürcher Finanzvorsteher Daniel Leupi auf Anfrage des «Regionaljournals». Wird der Überschuss tatsächlich so hoch wie geschätzt, kann die Stadt sogar ihr Eigenkapital aufstocken – als Polster für magere Zeiten.

Entspanntere Budgetdebatte

Auch das Stadtparlament scheint von den Zahlen beeindruckt. Auf die bevorstehende Budgetdebatte hin sind «nur» gut 200 Änderungsanträge eingegangen. «Es hat zur Entspannung in der Debatte geführt, auch wenn die Fronten weiterhin klar bleiben», sagt Walter Angst, Präsident der gemeinderätlichen Rechnungsprüfungskommission.

«  Aktuell ist unser Steuerfuss der richtige. »

Daniel Leupi
Stadtzürcher Finanzvorsteher

Erstaunlich auch: Am jetzigen Steuerfuss von 119 Prozentpunkten wird weder von links noch von rechts gerüttelt. Das ist neu, zumindest in jüngerer Zeit. Stadtrat Daniel Leupi wertet es als Vertrauensbeweis: «Die Unternehmenssteuerreform wird die Stadt wohl zu einer Steuerfusserhöhung zwingen, aber aktuell ist unser Steuerfuss der richtige.»