Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Mehr Alterswohnungen statt Altersheime für die Stadt Zürich abspielen. Laufzeit 02:59 Minuten.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 30.01.2019.
Inhalt

Stadtzürcher Altersstrategie Selbständig leben auch mit achtzig

Elf Vorstösse zum Thema Alter hat der Zürcher Gemeinderat behandelt. Alle fordern ein Umdenken in der Altersbetreuung.

Welche Bedürfnisse haben alte Menschen heute? Dieser Frage hat sich das Zürcher Stadtparlament in einer Doppelsitzung gewidmet. Und damit Gesundheitsvorsteher Andreas Hauri (GLP) gleich Anregungen für die Überarbeitung der städtischen Altersstrategie geliefert.

Was sind die künftigen Bedürfnisse? Wir müssen das jetzt aufgleisen.
Autor: Andreas HauriGesundheitsvorsteher Stadt Zürich

Die geltende Altersstrategie von 2012 basiert auf teils veralteten Grundlagen. Sie soll durch eine neue und zukunftsorientierte Strategie abgelöst werden. Hauri will sie Ende Jahr präsentieren. Vorher wolle er alle «Stakeholder», wie er die am Prozess Beteiligten nennt, anhören. So gestern auch den Gemeinderat mit seinen nicht weniger als elf Vorstössen zum Thema.

Zuhause altern, zuhause sterben

Einigkeit herrschte im Rat darüber, dass die allermeisten Menschen möglichst lange zuhause leben und sogar zuhause sterben möchten. Dazu braucht es aber altersgerechte Wohnungen, und davon hat die Stadt Zürich viel zu wenige. Die FDP forderte deshalb den Bau von Alterswohnungen statt Alterszentren. Zudem sollen städtische und private Einrichtungen stärker zusammenarbeiten.

Wir müssen in Richtung einer altersgerechten Stadt Zürich denken.
Autor: Dorothea FreiGemeinderätin SP

Die SVP verlangte mehr Freiheit und Sicherheit für Senioren. Freiheit bedeute, die Wohnsituation selbst bestimmen zu können. Nötig sei deshalb genügend Kapazität in allen möglichen Wohnformen. Auch SP und Grüne forderten Wahlfreiheit für alle, allerdings müsse das Angebot dann auch allen zur Verfügung stehen, also auch Menschen ohne viel Geld.

In den Vorstössen gibt es eine grosse Schnittmenge an Konsens.
Autor: Ernst DannerGemeinderat EVP

Die Grünliberalen plädierten für mehr generationendurchmischten Wohnraum. Dieser ermögliche auch gelebte Nachbarschaftshilfe. Die AL wünscht sich vor allem mehr günstigen Wohnraum. Zudem müsse der Mieterschutz für Senioren verbessert werden. Letztlich begrüssten aber sämtliche Fraktionen im Rat eine Überarbeitung der Altersstrategie. Man sei gespannt, was Stadtrat Andreas Hauri Ende Jahr präsentieren werde, hiess es.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Beat. Mosimann  (AG)
    Eine sehr gute Richtung, diese Selbständigkeit mit 80 +, die Mehrheit der Angehörigen wollen die ältesten sicher NICHT ins APH abschieben.!. Behaupte ich jetzt, die dass tun, sind schlecht beraten, auch von den Hausärzten. Es kann soviel gespart werden, wenn die Familie miteinbezogen wird, mit HILFE und Unterstützung der Gemeindeschwester/ Sozialberater/innen, etc. Es sollte eben auch Entlohnt werden, oder, UND ein Steuerpauschalabzug. Eine Wohngemeinschaft im Alter, eher schwierig.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Dazu braucht es aber altersgerechte Wohnungen, und davon hat die Stadt Zürich viel zu wenige. Nicht nur in Zürich, in der ganzen Schweiz sollte dies möglich sein. Durchmischtes Wohnen wäre ideal, mit Jungen, Familien und Alten. Junge helfen Alten in diversen Situationen und und umgekehrt. Die Wohnsituation selbst bestimmen zu können, Wunschtraum? Die Alterswohnung sollte zentral gelegen sein, ältere Menschen schätzen es in Selbständigkeit zu leben so lange wie möglich. Einkauf, Arztbesuch etc.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Es darf nicht sein, dass wir mit 80 abhängig sind von Pflegern oder Pflegerinnen die ihren Lohn von uns abhängig bekommen. Ich glaube dass dies nicht ein Problem von unter 60jährigen sein darf. Wir müssen uns mit 60+ in Gruppen vereinen, die für sich selbst sorgen. Die "aussterbenden" Jahrgänge werden laufend mit 60+ ersetzt und aufgefrischt. Nur so können wir sehen, dass unser Leben nicht von der Politik geformt wird, oder sogar von "Erben" die glauben, wir sollten schon lange ins Altersheim.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen