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Zürich Schaffhausen Stiftungsrat überdenkt Lohnerhöhung für BVK-Chef

Es war von «Skandal» oder «Abzockerei» die Rede als die Lohnerhöhung für BVK-Chef Thomas Schönbächler von 260'000 auf 380'000 Franken bekannt wurde. Die Empörung war offensichtlich zu gross. Der BVK-Stiftungsrat geht nochmals über die Bücher.

Legende: Audio BVK-Stiftungsrat krebst zurück (16.12.2013) abspielen. Laufzeit 1:54 Minuten.
1:54 min, aus Regi ZH SH vom 16.12.2013.

Der Stiftungsrat der Pensionskasse des Kantons Zürich (BVK) reagiert auf die Kritik an der geplanten Lohnerhöhung für den BVK-Chef. Deshalb und auf ausdrücklichen Wunsch des Geschäftsführers werde der Entscheid nochmals überprüft, teilte der Stiftungsrat mit. Stiftungsratspräsident Bruno Zanella meint gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» selbstkritisch, man habe die Reaktionen auf die Lohnerhöhung unterschätzt.

Marktgerechter Lohn bleibt ein Massstab

Der BVK-Stiftungsrat wird an der nächsten Sitzung die Lohnfrage erneut diskutieren. Bruno Zanella hält aber fest: «Nach wie vor sind wir sehr davon überzeugt, dass die hohen Leistungen zu würdigen sind und gerecht, auch marktgerecht, bezahlt werden sollen.» Ob der Stiftungsrat trotz Gegenwind an der Lohnerhöhung auf 380'000 Franken festhält, den Lohnsprung etwas abschwächt oder ganz darauf verzichtet, ist noch offen.

Der Stiftungsrat will seinen neuen Entscheid am 30. Januar 2014 bekannt geben.

Personalverbände erfreut

Am Sonntagabend meldeten sich auch noch die Vereinigten Personalverbände des Kantons Zürich (VPV) zum Entscheid des BVK-Stiftungsrats. Es sei erfreulich, dass der Druck und die Kritik Gehör gefunden hätten, schrieben sie in einer Mitteilung. Man sei überzeugt, dass nur mit einer Bereinigung der Situation das Vertrauen in der Öffentlichkeit zurückgewonnen werden könne.

Die VPV erwarten zudem vom Stiftungsrat «mehr Sensibilität in solch heiklen Fragen». Es sei wichtig, dass die Glaubwürdigkeit der Sanierungsarbeiten nicht in Frage gestellt werden, heisst es weiter.

«Der Lohn ist angemessen»

Portrait des Bankenprofessors und Pensionskassenexperten Martin Janssen

Martin Janssen hat als Bankenprofessor an der Universität Zürich gelehrt und berät Pensionskassen und andere Unternehmen in Finanzfragen. Als «Regionaljournal Wochengast» verteidigt er den Lohnsprung, der Stiftungsrat habe aber nicht sehr geschickt agiert. Das ganze Interview zum Nachhören.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von A.Käser, Zürich
    Mit 1:12 wären solche"Eskapaden"nicht mehr möglich gewesen.Aber bitte sehr:"Es gibt keinen"Lölibubenstreich"der nicht von irgendwelchen"Gehirnamputierten"beklatscht wird."
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  • Kommentar von Esther, Basel
    Es ist für mich und wohl auch für viele andere nach wie vor unverständlich, dass ein Arbeitnehmer immer noch keine Möglichkeit hat, die ihm genehme PK frei zu wählen.Er wird einfach in jene Kasse gezwängt, die dem Arbeitgeber passt. Der AN kann bloss die Faust im Sack machen.und "darf" sich mit 50% am obligatorischen Lohnabzug beteiligen. Hätte der AN eine Wahl. würden wohl auch derartige "Lohnexzesse" in den PKs weitgehend unterbleiben, denn dann würden die Kassen wohl "Kunden" verlieren.
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  • Kommentar von R.Käser, Zürich
    PK's gehören nicht in private Hände. In diesem Fall wird vielleicht zurück buchstabiert aber die Realität ist, dass die PK's ausgehöhlt werden. Die Versicherten bekommen eine Trauerrendite und dürfen in der Not sanieren. Wer hat das alles so organisiert? Die Handlanger der Banken und Versicherungen in Bern. Sozialversicherungen dürfen nicht privatwirtschaftlich geführt werden.
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