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Zug cleverer als Zürich?
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 18.05.2020.
abspielen. Laufzeit 03:17 Minuten.
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Streit um Standortförderung Zürich gegen Zug oder Zürich mit Zug?

  • Der Kanton Zürich unterstützt die Standortmarketingorganisation «Greater Zurich Area» (GZA) weiterhin.
  • Der Kantonsrat bewilligte für die nächsten vier Jahre 8,4 Mio. Franken.

Von der Linken Seite gab es Kritik: Die AL findet die Standortförderung völlig überflüssig. Da würden mit Steuergeldern «Firmen hofiert» und der Standortwettbewerb gefördert.

Zug macht es clever. Zürich stellt sich dämlich an.
Autor: Stefan FeldmannKantonsrat SP

Die SP ging nicht ganz so weit. Sie störte sich jedoch am Verteilschlüssel unter den beteiligten Kantonen, welche sich nach der Bevölkerungszahl ausrichtet. «Zürich zahlt, Zug profitiert», fasste es SP-Sprecher Stefan Feldmann zusammen. Der Kanton Zürich stelle sich ziemlich dämlich an.

Die Mitteparteien und die Bürgerlichen unterstützten den Kredit. Andreas Geistlich von der FDP erinnerte an die Wirtschaftskrise, die wegen der Corona-Pandemie drohe. Die GZA müsse ihren Beitrag leisten, um diese Krise zu bewältigen.

Gegen «Kantönligeist»

Regierungsrätin Carmen Walker-Späh setzte sich ebenfalls für den Kredit ein. Zürich sei das wirtschaftliche Herz der Schweiz. Damit dieses Herz weiterhin schlage, brauche es Solidarität und keinen «Kantönligeist».

Schliesslich wurde der Kredit deutlich gutgeheissen.

Greater Zurich Area

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Die Standortförderung GZA versucht vor allem Technologieunternehmen aus dem Ausland im Grossraum Zürich anzusiedeln. 2019 war sie nach eigenen Angaben bei 103 Firmen erfolgreich. Diese würden 650 Arbeitsplätze anbieten. Mitglied der GZA sind neben Zürich auch die Kantone Glarus, Graubünden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, Uri, Zug und seit 2019 auch das Tessin. Ausserdem gehören die Region Winterthur, die Stadt Zürich sowie private Unternehmen dazu.

SRF 1, Regionaljournal Zürich Schaffhausen; 18.05.2020; 17.30 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Diethelm  (Okapi)
    2. Der Fluch des Standortmarketings ist u.a. der Steuersegen, ein Teufelszeug, mit dem die Städte vom aufgeblähten Verwaltungsapparat kaputtentwickelt werden: Verödung der Städte zu Konsumkomplexen, Geldwäsche-Betonhaufen, entseeltem Ballenberg, Sozialwohnungen als Auffangbecken, Ergebnis der herbeigeschwatzten Geldschwemme. L und R haben ausgedient. Bessere Labels: eigennützig und kurzsichtig vs gemeinnützig und weitsichtig. Auf dieser Seite steht oft mutterseelenallein gerade noch die AL.
  • Kommentar von Andreas Diethelm  (Okapi)
    1. „Von linker Seite“ habe es Kritik gegeben. Wenn man als Links soziale Politik vs Wirtschaftspolitik ohne Rücksicht auf Verluste als Rechts versteht, ist man in den frühen 90er-Jahren steckengeblieben. Tatsächlich wird mit dem Marketingnetz GZA der Ausverkauf der Städte an internationales Kapital oft zweifelhafter Herkunft, von „Links“ bis „Rechts“ gemeinsam betrieben. Die SP schafft sich das Prekariat, das sie dann beklagen kann, selber.
  • Kommentar von Dietmar Logoz  (Universalamateur)
    Zug wäre ohne Zürich nicht viel mehr als ein Steuerparadies. Als solches braucht es nicht noch von Zürich unterstützt zu werden. Die Schweiz als Ganzes profitiert von beiden, aber welche Leistungen erbringt Zug für Zürich?