Sulzer im Gegenwind

Der Winterthurer Industriekonzern Sulzer hat ein durchzogenes Jahr hinter sich. Unter dem Strich steht zwar ein Gewinn, doch der Umsatz für das laufende Jahr dürfte weiter sinken.

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Bildlegende: Sulzer-Chef Klaus Stahlmann an der Präsentation der Jahreszahlen. Keystone

Der Industriebetrieb Sulzer hat im Geschäftsjahr 2014 einen Rückgang des Bestellungseingangs um 2,7 Prozent auf 3,16 Milliarden Franken verzeichnet. Der Umsatz fiel ebenfalls um 1,6 Prozent auf 3,21 Milliarden.

Der operative Gewinn (vor Zinsen und Steuern) stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent auf 271,0 Millionen Franken zu. Allerdings nahm Sulzer auf die Geschäftseinheit Water eine Goodwill-Wertminderung von 340 Millionen vor. Diese Abschreibungen seien auf die angepassten Prognosen zum künftigen Wachstum zurückzuführen, meldete das Unternehmen. Unter Berücksichtigung dieser Korrektur ergab sich ein Betriebsverlust von 69 Millionen, wie Sulzer heute mitteilt.

Weiter dürfte auch der tiefe Ölpreis Sulzer zu schaffen machen. Die Volatilität des «Schwarzen Goldes» begrenzt die Prognosefähigkeit für künftige Umsätze.

Dividende fällt höher aus

Inklusive des Gewinns aus den nichtfortgeführten Aktivitäten lag der den Aktionären zustehende Reingewinn bei 275,0 Millionen Franken. Die Dividende soll auf 3,50 von 3,20 Franken im Vorjahr erhöht werden.

Zur Währungssituation schreibt Sulzer, dass sich abgesehen vom Währungseffekt die Auswirkungen durch Währungsschwankungen in Grenzen halten würden. Vor allem die Abwertung des brasilianischen Reals, des Rubels und des US-Dollars wirkten sich ungünstig auf den Bestellungseingang aus. Das starke britische Pfund hingegen hatte einen positiven Effekt. Für 2015 erwartet Sulzer bereinigt um Währungseffekte einen leicht rückläufigen Bestellungseingang bei stabilen Umsätzen.